Unsere Pflicht ist, Gott als einen mächtigen Geist zu betrachten, unsterblich und vollkommen. Auch wenn er unsichtbar für die Augen der Menschen ist, offenbart er sich durch seine Werke.

- Aristoteles

Aristoteles

Klugwort Reflexion zum Zitat

Aristoteles beschreibt hier ein Konzept von Gott, das sowohl philosophisch als auch theologisch bedeutsam ist.

Er sieht Gott nicht als eine physische Entität, sondern als eine geistige, unsterbliche und vollkommene Kraft, die sich durch die Ordnung und Struktur der Welt offenbart. Dies entspricht seiner Vorstellung vom 'unbewegten Beweger' – einer Ursache, die selbst nicht verursacht wurde.

Das Zitat fordert uns auf, über unsere eigene Vorstellung von Spiritualität und Transzendenz nachzudenken. Ist Gott eine Person oder eine metaphysische Kraft? Und zeigt sich das Göttliche eher in abstrakten Ideen oder in der sichtbaren Welt?

Aristoteles erinnert uns daran, dass die Suche nach Gott nicht zwangsläufig durch direkte Wahrnehmung erfolgt, sondern durch das Verstehen der Ordnung und Harmonie der Welt.

Zitat Kontext

Aristoteles war einer der einflussreichsten Philosophen der Antike, dessen Werke viele spätere religiöse und philosophische Konzepte beeinflussten.

Seine Vorstellung von Gott als dem 'unbewegten Beweger' wurde von mittelalterlichen Theologen wie Thomas von Aquin weiterentwickelt und spielte eine große Rolle in der scholastischen Philosophie.

Auch heute bleibt diese Idee relevant, insbesondere in Debatten über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Religion. Aristoteles’ Gedanke lädt dazu ein, nicht nur über die Existenz Gottes nachzudenken, sondern auch darüber, wie sich das Göttliche in der Welt manifestiert – sei es in der Natur, in den Gesetzen der Physik oder in der menschlichen Vernunft.

Daten zum Zitat

Autor:
Aristoteles
Tätigkeit:
Universalgelehrter, Philosoph, Naturforscher
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion