Ungerecht sind die Kriege, die ohne Provokation geführt werden. Denn nur ein Krieg, der aus Rache oder zur Verteidigung geführt wird, kann gerecht sein.
- Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat
Cicero setzt in diesem Zitat klare moralische Maßstäbe für die Rechtfertigung von Kriegen. Er argumentiert, dass nur solche Konflikte als gerecht betrachtet werden können, die auf Verteidigung oder Vergeltung basieren. Diese Haltung betont die Notwendigkeit einer moralischen Legitimation für kriegerische Handlungen und verurteilt Aggressionskriege, die ohne rechtfertigende Provokation geführt werden.
Diese Reflexion regt dazu an, über die ethischen Grundlagen von Gewalt und Konflikten nachzudenken. Ciceros Worte fordern uns auf, die Motive hinter kriegerischen Handlungen zu hinterfragen und sie an moralischen Prinzipien zu messen. In einer Welt, in der Konflikte oft aus politischen oder wirtschaftlichen Interessen heraus entstehen, erinnert dieses Zitat an die Bedeutung von Gerechtigkeit und Ethik im Umgang mit Krieg.
Darüber hinaus zeigt Ciceros Argumentation, wie wichtig es ist, zwischen notwendiger Verteidigung und unnötiger Aggression zu unterscheiden. Seine Worte laden dazu ein, nicht nur die unmittelbaren Gründe für einen Konflikt zu betrachten, sondern auch die langfristigen moralischen Konsequenzen. Dies ist eine zeitlose Mahnung, Verantwortung und Integrität bei Entscheidungen über Krieg und Frieden walten zu lassen.
Zitat Kontext
Cicero, der im antiken Rom als Philosoph und Staatsmann tätig war, lebte in einer Zeit, die von politischen Intrigen und häufigen Kriegen geprägt war. Sein Werk spiegelt eine tiefgründige Beschäftigung mit Gerechtigkeit und der Rolle des Staates wider. Dieses Zitat stammt aus seinem Versuch, ethische Prinzipien auf die Praxis des Krieges anzuwenden.
Im historischen Kontext war Rom sowohl für seine militärischen Eroberungen als auch für seine intensive politische Philosophie bekannt. Ciceros Standpunkt steht in einer Tradition, die versucht, das Konzept des 'gerechten Krieges' zu definieren, ein Thema, das später auch in christlichen und modernen ethischen Debatten eine zentrale Rolle spielen sollte.
Heute ist dieses Zitat von Cicero hochaktuell, da die Frage nach der Legitimität militärischer Interventionen und Kriege immer wieder aufkommt. Es bietet eine Grundlage für die Diskussion über internationale Beziehungen und die ethischen Verpflichtungen von Staaten in Konfliktsituationen. Ciceros Weisheit erinnert daran, dass Gerechtigkeit und Moral in kriegerischen Auseinandersetzungen niemals vernachlässigt werden dürfen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion