Traum und Erfüllung Die Hoffnung auf den Sperling fern am Dachesrand Ist schöner als die schönste Taube in der Hand.

- Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat

Marie von Ebner-Eschenbach illustriert mit diesem Zitat die Kraft und Schönheit der Hoffnung. Sie stellt die Vorstellung von etwas Ersehntem, das unerreichbar scheint, über die greifbare Erfüllung eines Wunsches. Dies spricht die menschliche Natur an, die oft mehr Freude an der Vorstellung und Erwartung hat als an der tatsächlichen Verwirklichung. Die Hoffnung auf den 'Sperling am Dachesrand' wird zum Symbol für Träume, die uns antreiben und inspirieren, während die 'Taube in der Hand' für greifbare, aber vielleicht weniger aufregende Realitäten steht.

Dieses Zitat regt dazu an, über die Bedeutung von Träumen und Zielen im Leben nachzudenken. Es erinnert uns daran, dass die Reise zu einem Ziel oft erfüllender sein kann als dessen Erreichung. Es ruft dazu auf, den Wert von Erwartungen und Visionen zu schätzen, die uns motivieren, neue Wege zu gehen und uns weiterzuentwickeln.

Gleichzeitig weist es auch darauf hin, dass die Freude an der Hoffnung nicht bedeuten sollte, die Realität zu ignorieren. Vielmehr fordert das Zitat eine Balance zwischen Träumen und Handeln, zwischen Streben und Genießen.

Zitat Kontext

Marie von Ebner-Eschenbach, eine bedeutende österreichische Schriftstellerin, lebte in einer Zeit, in der gesellschaftliche Erwartungen und persönliche Sehnsüchte oft im Konflikt standen. Ihr Werk ist geprägt von einer tiefen Reflexion über die menschliche Psyche und die Suche nach Erfüllung.

Dieses Zitat spiegelt die romantische Vorstellung ihrer Zeit wider, dass Hoffnung und Vorstellungskraft eine zentrale Rolle im menschlichen Leben spielen. Die Metapher des Sperlings und der Taube knüpft an alte Sprichwörter an und verleiht ihnen eine poetische Tiefe.

Heute ist diese Aussage weiterhin relevant, da sie den Wert von Träumen und Hoffnungen in einer oft pragmatisch orientierten Welt betont. Sie lädt uns ein, uns von unserer Vorstellungskraft inspirieren zu lassen, ohne die Freude an dem, was wir bereits haben, aus den Augen zu verlieren.

Daten zum Zitat

Autor:
Marie von Ebner-Eschenbach
Tätigkeit:
Österreichische Schriftstellerin
Epoche:
Realismus
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Emotion:
Keine Emotion