So eng auch Freundschaft, Liebe und Ehe Menschen verbinden: Ganz ehrlich meint jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.
- Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat
Arthur Schopenhauer äußert in diesem Zitat eine äußerst skeptische Sicht auf menschliche Beziehungen. Er behauptet, dass selbst die engsten Bindungen letztlich von Eigeninteresse geprägt sind. Nur gegenüber dem eigenen Kind sei uneigennütziges Handeln noch denkbar. Diese Sichtweise stellt die Selbstlosigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen infrage.
Diese Reflexion fordert dazu auf, die eigenen Beweggründe in Beziehungen kritisch zu hinterfragen. Schopenhauer provoziert mit seiner Aussage, indem er behauptet, dass Menschen im Kern egoistisch handeln. Dies kann als Anstoß dienen, bewusst über Empathie, Selbstlosigkeit und wahre Verbundenheit nachzudenken.
In einer Gesellschaft, die soziale Bindungen idealisiert, wirkt diese Haltung ernüchternd. Dennoch lädt das Zitat dazu ein, die Balance zwischen Selbstfürsorge und echter Fürsorge für andere zu reflektieren.
Es regt zur ehrlichen Auseinandersetzung mit der Frage an, ob und inwieweit Beziehungen wirklich altruistisch oder doch von Eigeninteresse geprägt sind.
Zitat Kontext
Arthur Schopenhauer war bekannt für seine pessimistischen Ansichten über das menschliche Wesen. Er glaubte, dass Egoismus ein grundlegendes Element des Menschen sei.
Dieses Zitat spiegelt seine kritische Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen wider. In einer Zeit, in der familiäre und soziale Bindungen idealisiert wurden, stellte Schopenhauer provokant die Frage nach deren Wahrhaftigkeit.
Seine Gedanken fordern auch heute zur Reflexion über Authentizität und Selbstlosigkeit in Beziehungen heraus.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Arthur Schopenhauer
- Tätigkeit:
- deutscher Philosoph
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion