Roll weiter, tiefer und dunkelblauer Ozean, roll weiter. Zehntausend Flotten fegen vergeblich über dich hinweg. Der Mensch markiert die Erde mit Ruinen, aber seine Kontrolle endet am Ufer.
- Lord Byron

Klugwort Reflexion zum Zitat
Byrons Zitat vermittelt eine mächtige Vorstellung von der Unbezwingbarkeit der Natur gegenüber menschlicher Ambition.
Während der Mensch die Erde mit Bauwerken, Krieg und Zerstörung überzieht, bleibt der Ozean unberührt von seinem Einfluss. Das Meer ist ein Symbol für die Unendlichkeit und Unantastbarkeit der Natur, die sich nicht von menschlichen Grenzen oder Eroberungen beeindrucken lässt.
Dies fordert uns auf, über unsere eigene Stellung in der Natur nachzudenken. Glauben wir wirklich, die Welt kontrollieren zu können? Oder sind wir trotz unseres technologischen Fortschritts letztlich machtlos gegenüber den gewaltigen Kräften der Natur?
Byron erinnert uns daran, dass die Natur eine unveränderliche Kraft ist, die der Mensch nicht beherrschen kann – eine demütigende, aber auch beruhigende Erkenntnis, die uns daran erinnert, mit Respekt und Bewunderung auf die Welt zu blicken.
Zitat Kontext
Lord Byron war einer der bedeutendsten Dichter der Romantik, einer Bewegung, die die Macht der Natur und die Begrenztheit des Menschen betonte.
Sein Zitat stammt aus dem Gedicht 'Childe Harold’s Pilgrimage', in dem er die Erhabenheit des Meeres beschreibt. Diese Vorstellung der Natur als übermächtige, unkontrollierbare Kraft findet sich in vielen romantischen Werken, die gegen die Rationalität der Aufklärung rebellierten.
Auch heute bleibt diese Sichtweise relevant. In einer Zeit, in der der Mensch mit Umweltzerstörung und Klimawandel kämpft, erinnert uns Byron daran, dass es Kräfte gibt, die weit über unser Verständnis und unsere Kontrolle hinausgehen – und dass unser Einfluss auf die Natur oft nur vorübergehend ist.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Lord Byron
- Tätigkeit:
- englischer Dichter und Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion