Oft glaubt der Mensch, sich selbst zu führen, wenn er geführt wird, und während sein Geist nach einem Ziel strebt, führt ihn sein Herz unmerklich einem andern zu.

- François de La Rochefoucauld

François de La Rochefoucauld

Klugwort Reflexion zum Zitat

François de La Rochefoucauld beschreibt in diesem Zitat die feinen und oft unbewussten Mechanismen, die unser Handeln beeinflussen. Es zeigt, wie unser Verstand und unser Herz nicht immer im Einklang sind – während wir bewusst ein Ziel verfolgen, können unsere inneren Wünsche und Gefühle uns in eine ganz andere Richtung lenken.

Das Zitat lädt dazu ein, über die eigene Entscheidungsfindung nachzudenken. Wie oft treffen wir Entscheidungen, ohne unsere wahren Motive zu erkennen? La Rochefoucaulds Worte erinnern uns daran, dass Selbstreflexion der Schlüssel ist, um nicht nur unsere bewussten, sondern auch unsere unbewussten Impulse zu verstehen. Es ist eine Einladung, die Balance zwischen Vernunft und Emotion zu finden, um authentische und kohärente Entscheidungen zu treffen.

Zitat Kontext

François de La Rochefoucauld war ein Meister darin, die Ambivalenzen und Widersprüche der menschlichen Natur zu erfassen. Dieses Zitat spiegelt seine Faszination für die inneren Konflikte wider, die unser Denken und Handeln prägen.

In einer Zeit, in der Rationalität und Kontrolle hoch geschätzt wurden, betonte La Rochefoucauld die Bedeutung von Emotionen und deren subtiler Macht. Seine Worte bleiben relevant, da sie uns daran erinnern, wie wichtig es ist, die Einheit von Kopf und Herz zu suchen. Sie zeigen, dass echte Führung – ob über sich selbst oder andere – erst möglich ist, wenn wir die tiefen Beweggründe unseres Handelns erkennen.

Daten zum Zitat

Autor:
François de La Rochefoucauld
Tätigkeit:
französischer Adliger, Soldat und Schriftsteller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion