Lieber! was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt, und wie man bei trüber Jahrszeit einen Windstoß hört, der einen Augenblick saust und dann verhallt, so wär es mit uns?

- Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Klugwort Reflexion zum Zitat

Hölderlins Zitat stellt die Hoffnung als essenzielles Element des Lebens dar, ohne das unsere Existenz bedeutungslos und flüchtig wäre.

Der Vergleich mit einem Funken, der aus der Kohle springt und schnell verlischt, sowie einem Windstoß, der einen Augenblick hörbar ist und dann verschwindet, betont die Vergänglichkeit des Lebens ohne Hoffnung.

Hoffnung ist für Hölderlin nicht nur ein innerer Zustand, sondern eine treibende Kraft, die unser Dasein formt. Sie gibt uns die Fähigkeit, über die Herausforderungen des Augenblicks hinauszusehen und uns an die Möglichkeit eines besseren oder sinnvollen Ausgangs zu klammern.

In einer Zeit, in der Unsicherheiten und Ängste oft dominieren, bietet die Hoffnung Orientierung und Stabilität. Sie ist das Licht, das den Weg in der Dunkelheit erhellt. Dieses Zitat erinnert uns daran, dass es die Hoffnung ist, die uns mit dem Leben verbindet und uns die Stärke gibt, weiterzugehen, selbst wenn der Weg beschwerlich scheint.

Zitat Kontext

Friedrich Hölderlin, einer der bedeutendsten deutschen Dichter der Romantik, schrieb in einer Epoche, die von politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen geprägt war.

Die Französische Revolution und die darauf folgenden politischen Entwicklungen inspirierten ihn, Hoffnung als zentrales Thema seiner Werke zu machen. Doch diese Hoffnung war nicht naiv, sondern durchdrungen von einer tiefen Einsicht in die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens und der Weltordnung.

Das Zitat spiegelt die romantische Sichtweise wider, dass die Hoffnung die Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen darstellt. Sie ist der Funken, der selbst in den dunkelsten Zeiten Licht bringt, und die Kraft, die das Vergängliche mit dem Ewigen verknüpft.

Heute ist Hölderlins Betrachtung der Hoffnung ebenso relevant, da sie uns auffordert, über den Moment hinauszusehen und die tieferen Bedeutungen des Lebens zu suchen. Seine Worte mahnen uns, die Hoffnung nicht zu verlieren, selbst wenn äußere Umstände herausfordernd erscheinen, denn ohne sie wird unser Dasein leer und bedeutungslos.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hölderlin
Tätigkeit:
deutscher Dichter
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion