Krieg hingegen ist eine so schreckliche Sache, dass kein Mensch, schon gar nicht ein Christ, das Recht hat, die Verantwortung dafür zu übernehmen, ihn zu beginnen.

- Leo Tolstoi

Leo Tolstoi

Klugwort Reflexion zum Zitat

Leo Tolstoi kritisiert in diesem Zitat die Grausamkeit des Krieges und die moralische Verantwortung, die mit seiner Initiierung verbunden ist. Besonders betont er, dass es mit christlichen Werten unvereinbar ist, Krieg zu führen, da diese Prinzipien der Liebe, Vergebung und Gewaltlosigkeit widersprechen.

Die Reflexion regt dazu an, über die moralischen und ethischen Aspekte von Krieg und Frieden nachzudenken. Tolstoi fordert, dass Menschen, insbesondere Christen, die Verantwortung für Krieg nicht auf sich nehmen dürfen. Seine Aussage betont, dass der Frieden immer Vorrang vor Konflikten haben sollte.

Das Zitat erinnert daran, dass Krieg immer mit Leid und Zerstörung verbunden ist, unabhängig von den politischen oder wirtschaftlichen Beweggründen. Es fordert eine klare Haltung gegen Gewalt und plädiert für die Förderung von Frieden durch Dialog und Verständnis.

Zitat Kontext

Leo Tolstoi (1828–1910) war ein russischer Schriftsteller und Philosoph, der für seine pazifistischen Ansichten und seine Ablehnung von Gewalt bekannt war. Seine Werke wie 'Krieg und Frieden' setzen sich intensiv mit den Auswirkungen von Krieg auf die menschliche Seele und die Gesellschaft auseinander.

Dieses Zitat reflektiert Tolstois tiefe Überzeugung, dass Krieg niemals gerechtfertigt werden kann. Es passt in den Kontext seiner späteren Jahre, in denen er sich verstärkt der spirituellen und ethischen Erneuerung der Gesellschaft widmete und für Gewaltlosigkeit und radikale Nächstenliebe eintrat.

Daten zum Zitat

Autor:
Leo Tolstoi
Tätigkeit:
russischer Schriftsteller
Epoche:
Realismus
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Emotion:
Keine Emotion