Je älter ich werde, desto mehr glaub ich, wer äußerlich auf lange unglücklich ist – denn ein Brand, Krieg gehört nicht hieher – der verdient's durch Mangel an Klugheit und Beharrlichkeit.
- Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat
Jean Paul äußert hier eine provokante These: Anhaltendes Unglück ist oft das Resultat eigener Entscheidungen.
Er macht eine klare Unterscheidung zwischen Schicksalsschlägen wie Krieg oder Naturkatastrophen und persönlichem Pech, das er eher als Folge von mangelnder Klugheit oder Ausdauer sieht. Dies stellt die weit verbreitete Vorstellung infrage, dass Menschen ihrem Unglück hilflos ausgeliefert sind.
Das Zitat fordert uns auf, über die Rolle persönlicher Verantwortung nachzudenken. Wie viel Einfluss haben wir wirklich auf unser Glück? Und inwiefern bestimmen unsere eigenen Entscheidungen unser Schicksal?
Jean Paul erinnert uns daran, dass Glück oft mit Beharrlichkeit und klugen Entscheidungen zu tun hat – und dass wir unser eigenes Leben aktiver gestalten können, als wir vielleicht denken.
Zitat Kontext
Jean Paul war ein deutscher Schriftsteller der Romantik, bekannt für seine scharfsinnigen und oft ironischen Reflexionen über das Leben.
Sein Zitat steht in der Tradition der Aufklärung, die betonte, dass der Mensch durch Vernunft und Disziplin sein Schicksal formen kann. Seine Worte erinnern an stoische Philosophie, die ebenfalls lehrt, dass viele unserer Probleme durch unsere eigene Einstellung verschärft werden.
Auch heute bleibt diese Frage relevant. In einer Zeit, in der viele Menschen äußere Umstände für ihr Unglück verantwortlich machen, fordert Jean Paul dazu auf, nach innen zu schauen – und zu erkennen, wie viel Einfluss eigene Entscheidungen auf das eigene Glück haben.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Jean Paul
- Tätigkeit:
- deutscher Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion