In dem Moment, in dem wir in einem Streit Zorn verspüren, haben wir bereits aufgehört, nach der Wahrheit zu streben, und haben begonnen, für uns selbst zu kämpfen.

- Buddha

Buddha

Klugwort Reflexion zum Zitat

Buddha bringt in diesem Zitat die grundlegende Dynamik zwischen Zorn und Wahrheitssuche zum Ausdruck. Sobald der Zorn in einem Streit die Oberhand gewinnt, verlieren wir das eigentliche Ziel – die Suche nach Wahrheit – aus den Augen und beginnen, uns auf unseren Stolz und Egoismus zu konzentrieren.

Diese Reflexion ermutigt, den Unterschied zwischen konstruktiver Auseinandersetzung und destruktivem Streit zu erkennen. Es zeigt, dass Zorn die rationale und objektive Diskussion behindert, da er die Aufmerksamkeit von der Wahrheit auf persönliche Befindlichkeiten lenkt. Die Suche nach der Wahrheit erfordert Demut, Geduld und die Bereitschaft, zuzuhören.

Das Zitat lädt dazu ein, innezuhalten und den eigenen Umgang mit Konflikten zu überdenken. Es fordert auf, emotionale Kontrolle zu bewahren und Streitgespräche nicht in persönliche Kämpfe abgleiten zu lassen. Dies erfordert Selbstdisziplin und die Einsicht, dass die Wahrheit wichtiger ist als der eigene Stolz.

Zitat Kontext

Buddha (ca. 563–483 v. Chr.) war der Begründer des Buddhismus und betonte in seinen Lehren die Überwindung von Leid durch innere Klarheit und Gelassenheit. Dieses Zitat reflektiert seine zentrale Botschaft der Achtsamkeit und des Loslassens von Emotionen, die den Geist trüben.

In der buddhistischen Philosophie wird Zorn als ein Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung betrachtet. Diese Aussage ist Teil der Lehre, dass nur durch die Beherrschung negativer Emotionen ein klarer Geist und wahre Einsicht erreicht werden können. Sie hat auch heute noch Relevanz, da sie zu friedlicher Kommunikation und Konfliktlösung ermutigt.

Daten zum Zitat

Autor:
Buddha
Epoche:
Frühe Antike
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Emotion:
Keine Emotion