Klugwort Reflexion zum Zitat
Goethes Worte drücken eine Kritik an der reinen Spekulation aus – der bloßen theoretischen Beschäftigung ohne Bezug zur Realität. Der ‚spekulierende Kerl‘ wird mit einem Tier verglichen, das auf einer dürren Heide umherirrt, blind für die Fülle und Möglichkeiten der ‚grünen Weide‘ um ihn herum. Der ‚böse Geist‘, der ihn im Kreis führt, könnte als Symbol für obsessive Gedankenkreise oder selbst auferlegte intellektuelle Begrenzungen verstanden werden.
Dieses Zitat ruft dazu auf, nicht in abstrakten Theorien stecken zu bleiben, sondern sich aktiv mit der Welt auseinanderzusetzen und das Leben in seiner Fülle zu erfahren. Es erinnert daran, dass Erkenntnis und Erfüllung oft aus der praktischen Anwendung und nicht aus der bloßen Theorie resultieren. Es ist ein Appell, den Blick zu heben und die Möglichkeiten zu sehen, die das Leben bietet.
Zitat Kontext
Johann Wolfgang von Goethe, einer der einflussreichsten Dichter und Denker Deutschlands, thematisierte in seinen Werken oft die Balance zwischen Intellekt und Lebenserfahrung. Diese Passage stammt aus ‚Faust I‘ und reflektiert Goethes Skepsis gegenüber einer rein intellektuellen Lebensweise, die den Kontakt zur Realität verliert. Sie steht im Einklang mit Goethes Ideal des ‚Ganzheitlichen Menschen‘, der Denken und Handeln vereint.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Johann Wolfgang von Goethe
- Tätigkeit:
- Dichter, Schriftsteller, Naturwissenschaftler,
- Epoche:
- Klassik
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- Emotion:
- Keine Emotion