Glaube bedeutet, dass wir auf göttlichen Befehl hin unsere Netze in die transparenten Tiefen auswerfen, ohne zu wissen, was wir ziehen werden.
- François Fénelon

Klugwort Reflexion zum Zitat
François Fénelons Zitat "Glaube bedeutet, dass wir auf göttlichen Befehl hin unsere Netze in die transparenten Tiefen auswerfen, ohne zu wissen, was wir ziehen werden" beschreibt auf poetische Weise die Essenz des Glaubens als Vertrauen in das Ungewisse und die Bereitschaft, sich dem Willen Gottes hinzugeben.
Der Vergleich mit dem Auswerfen eines Netzes in tiefe Gewässer veranschaulicht die Unsicherheit und das Vertrauen, die den Glauben charakterisieren. Es geht nicht darum, ein vorhersehbares Ergebnis zu erwarten, sondern darauf zu vertrauen, dass das, was geschieht, Teil eines größeren Plans ist. Diese Haltung erfordert Demut, Geduld und den Mut, sich auf das Unbekannte einzulassen, ohne die Kontrolle zu haben.
Die Reflexion lädt dazu ein, über die Rolle des Glaubens in Zeiten von Unsicherheit und Zweifel nachzudenken. Sie erinnert uns daran, dass nicht alles im Leben vorhersehbar oder erklärbar ist, und dass Vertrauen und Hingabe wichtige Tugenden sein können, um mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Kritisch könnte man fragen, ob ein solcher Glaube passives Hinnehmen fördert oder ob er aktivierende Kraft besitzt. Doch Fénelons Botschaft bleibt klar: Glaube bedeutet, mit offenem Herzen und Zuversicht ins Ungewisse zu gehen.
Seine Worte inspirieren dazu, sich in schwierigen Zeiten auf Vertrauen und Hingabe zu stützen. Sie laden ein, die transparenten Tiefen des Lebens nicht als Bedrohung, sondern als Möglichkeit für Wachstum und Erkenntnis zu betrachten. Es ist ein zeitloser Appell, den Glauben als eine Quelle von Stärke und Hoffnung zu erkennen.
Zitat Kontext
François Fénelon, ein französischer Theologe, Schriftsteller und Erzbischof des 17. Jahrhunderts, war bekannt für seine spirituellen Schriften, die den Wert von Glaube, Demut und innerer Hingabe betonten. Dieses Zitat reflektiert seine tief verwurzelte Überzeugung, dass der wahre Glaube in der Bereitschaft liegt, Gott zu vertrauen, selbst wenn die Wege und Ergebnisse unklar sind.
Fénelons Worte entstanden in einer Zeit, in der religiöse und spirituelle Fragen das Leben vieler Menschen prägten. Seine Schriften suchten, den Menschen Trost und Orientierung in einer oft unsicheren und schwierigen Welt zu bieten.
Auch heute bleibt seine Einsicht relevant, insbesondere in einer Welt, die oft von Unsicherheit und Komplexität geprägt ist. Sein Zitat fordert uns auf, den Glauben nicht als blinde Akzeptanz, sondern als eine bewusste Entscheidung für Vertrauen und Zuversicht zu betrachten. Es ist ein zeitloser Appell, sich den Unwägbarkeiten des Lebens mit Mut und Offenheit zu stellen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- François Fénelon
- Tätigkeit:
- französischer Geistlicher, Schriftsteller und Pädagoge
- Epoche:
- Aufklärung
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- Emotion:
- Keine Emotion