Glänzende Eigenschaften des Geistes erwerben Bewunderung, aber nicht Zuneigung: diese bleibt den moralischen, den Eigenschaften des Charakters, vorbehalten.

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer unterscheidet in diesem Zitat zwischen intellektuellen Fähigkeiten und moralischen Eigenschaften. Während geistige Brillanz Bewunderung hervorrufen kann, führt sie nicht zwangsläufig zu persönlicher Zuneigung. Zuneigung entsteht vielmehr durch charakterliche Eigenschaften wie Empathie, Ehrlichkeit und Integrität.

Diese Reflexion fordert dazu auf, den Wert von Charakter über reine Intelligenz zu stellen. In einer Gesellschaft, die oft Wissen und Erfolg glorifiziert, erinnert Schopenhauer daran, dass wahre menschliche Verbundenheit auf moralischen Werten beruht.

Gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt sich, dass Sympathie und Vertrauen weniger durch intellektuelle Leistungen, sondern durch Aufrichtigkeit und Mitgefühl entstehen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Menschlichkeit und Authentizität.

Das Zitat ermutigt zur Reflexion über eigene Prioritäten und den Umgang mit anderen: Sind wir mehr von geistiger Brillanz beeindruckt oder von menschlicher Wärme und Güte?

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer (1788–1860) war ein deutscher Philosoph, bekannt für seine pessimistischen Ansichten und seine tiefgründigen Analysen menschlicher Natur. In seinen Werken betonte er oft den Vorrang der Moral gegenüber intellektuellen Leistungen.

Das Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass Charakter und moralische Integrität essenziell für zwischenmenschliche Beziehungen sind. Schopenhauer lebte in einer Zeit, in der Bildung und Intellekt hoch angesehen waren, kritisierte jedoch die Vernachlässigung moralischer Werte.

Diese Haltung bleibt heute relevant, da sie zur bewussten Wertschätzung von Charaktereigenschaften und ethischem Handeln in einer leistungsorientierten Gesellschaft anregt.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion