Es war keine Religion, die uns an jenem Septembertag angegriffen hat. Es war Al-Qaida. Wir werden die Freiheiten, die wir schätzen, nicht opfern oder uns hinter Mauern aus Argwohn und Misstrauen verschanzen.
- Barack Obama

Klugwort Reflexion zum Zitat
Barack Obamas Zitat aus seiner Rede nach den Anschlägen vom 11. September 2001 spricht eine zentrale Wahrheit an: Der Terrorismus, den die Welt an diesem Tag erlebte, wurde nicht im Namen einer Religion begangen, sondern durch eine radikale, extremistische Gruppe. Diese Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung, um die Wahrhaftigkeit des Zitats zu verstehen. /n/n Es fordert den Leser auf, sich von den populären Stereotypen zu befreien, die oft bestimmte Religionen kollektiv mit Gewalt oder Terrorismus in Verbindung bringen. Obama betont, dass es nicht der Islam als Religion war, der die Angriffe inspirierte, sondern eine terroristische Organisation, die diese Ideologie für ihre eigenen Zwecke missbrauchte. Diese Differenzierung hilft, den rassistischen und religiösen Vorurteilen entgegenzuwirken, die sich nach den Anschlägen weit verbreiteten. /n/n Das Zitat spricht aber auch von der Bedeutung der Freiheit und des Vertrauens. Obama fordert dazu auf, die Werte, die die westliche Welt prägen, nicht aufzugeben. Trotz der Bedrohung durch Terrorismus sollen die Menschen nicht in Argwohn und Misstrauen verfallen. Es ist eine Einladung zur Selbstbehauptung und zur Verteidigung demokratischer Prinzipien in einer Zeit, die von Angst geprägt ist. Der Appell, sich nicht hinter Mauern aus Vorurteilen und Isolation zu verschanzen, ist eine wichtige Mahnung, dass der wahre Feind nicht in den alltäglichen Begegnungen zwischen Kulturen und Religionen liegt, sondern in der Radikalisierung und dem Extremismus selbst.
Zitat Kontext
Dieses Zitat von Barack Obama stammt aus seiner Rede am 20. September 2001, nur neun Tage nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington D.C. In einer Zeit, in der viele westliche Staaten in Angst und Schrecken versanken, wollte Obama eine klare und unmissverständliche Botschaft vermitteln: Der wahre Feind sind nicht die Muslime oder eine ganze Religion, sondern eine extremistische Gruppe, die im Namen eines missverstandenen Glaubens handelt. Diese Unterscheidung war von entscheidender Bedeutung, um nicht in eine breitere, globalisierte Feindseligkeit gegenüber dem Islam zu verfallen. /n/n Die Rede war nicht nur ein Versuch, die Nation zu vereinen, sondern auch eine politische Erklärung gegen jede Form von Diskriminierung oder Hass. Obama betonte, dass die Vereinigten Staaten ihre Freiheit und ihren offenen Gesellschaftsansatz verteidigen sollten und dass dies nicht durch die Errichtung von Barrieren, sei es physisch oder emotional, geschehen sollte. Im historischen Kontext, in dem die USA nach den Anschlägen von Terroristen über Reaktionen wie Rache und Gewalt nachdachten, stellt Obamas Ansprache eine wichtige Stimme der Vernunft dar. Sie unterstrich die Notwendigkeit, bei der Bekämpfung von Terrorismus nicht die grundlegenden Prinzipien der Demokratie zu opfern. /n/n Auch heute noch bleibt dieses Zitat relevant. Es mahnt dazu, bei der Bekämpfung des Extremismus die Menschlichkeit zu wahren und nicht der Versuchung zu erliegen, ganze Kulturen oder Religionen kollektiv zu verurteilen. Die Idee der Freiheit und des gegenseitigen Respekts ist nach wie vor ein fundamentaler Wert der westlichen Gesellschaften, der inmitten von Konflikten und geopolitischen Spannungen immer wieder verteidigt werden muss.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Barack Obama
- Tätigkeit:
- 44. Präsident der USA
- Epoche:
- Digitale Ära
- Emotion:
- Keine Emotion