Es war einmal ein kleines Gedicht Doch dem gefiel es wirklich nicht so klein zu sein Sprang in den Rhein dann rein Es schluckte Wasser und war tot Seit dem hab ich mit kleinen Gedichten meine Not.

- Heinz Erhardt

Heinz Erhardt

Klugwort Reflexion zum Zitat

Heinz Erhardts Gedicht verbindet Humor und Wortspielkunst, um eine unerwartete Geschichte zu erzählen.

Es thematisiert auf spielerische Weise das Streben nach Größe und die Schwierigkeiten, die damit einhergehen können. Das kleine Gedicht, das mit seinem eigenen Zustand unzufrieden ist, steht symbolisch für den menschlichen Drang, sich selbst zu übertreffen, manchmal mit unvorhersehbaren Folgen.

Das Gedicht regt dazu an, über die eigenen Ambitionen nachzudenken. Es stellt die Frage, ob das Streben nach mehr immer notwendig ist oder ob es manchmal besser ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat.

Erhardts Humor liegt in der Übertreibung und der überraschenden Wendung, die das Gedicht nimmt. Gleichzeitig zeigt es, wie schwierig es sein kann, mit scheinbar einfachen Dingen – wie kleinen Gedichten – umzugehen.

Das Werk inspiriert dazu, das Leben mit einem Augenzwinkern zu betrachten und auch in Schwierigkeiten den Humor nicht zu verlieren. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst die kleinsten Dinge ihren eigenen Charme und ihre Herausforderungen haben können.

Zitat Kontext

Heinz Erhardt war ein Meister der Wortspiele und des humorvollen Dichtens. Dieses Gedicht spiegelt seinen typischen Stil wider: eine Mischung aus Leichtigkeit, Ironie und philosophischem Unterton.

Das Gedicht entstand vermutlich in einer Zeit, in der Erhardt seine humoristischen Fähigkeiten dazu nutzte, alltägliche Themen in außergewöhnliche Geschichten zu verwandeln. Seine Werke zielen oft darauf ab, die Leser oder Zuhörer zu überraschen und zum Lachen zu bringen, während sie gleichzeitig eine tiefere Botschaft transportieren.

In diesem Gedicht wird der Rhein, ein ikonisches Symbol Deutschlands, humorvoll als Schauplatz einer kleinen Tragödie genutzt. Die Idee eines unzufriedenen Gedichts, das sein Schicksal selbst in die Hand nimmt, ist typisch für Erhardts kreative Herangehensweise, bei der auch abstrakte Konzepte lebendig werden.

Das Gedicht erinnert an die Kunst der Einfachheit, die Erhardt meisterhaft beherrschte. Es zeigt, dass selbst scheinbar banale Themen wie kleine Gedichte in humorvollen und tiefgründigen Geschichten ihren Platz finden können.

Daten zum Zitat

Autor:
Heinz Erhardt
Tätigkeit:
Komiker, Schauspieler, Musiker, Dichter
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion