Es ist sehr gut, die von andern hundertmal gelesenen Bücher immer noch einmal zu lesen, denn obgleich das Objekt einerlei bleibt, so ist doch das Subjekt verschieden.

- Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg

Klugwort Reflexion zum Zitat

Lichtenberg macht hier eine tiefgründige Beobachtung über das Lesen und die Art, wie persönliche Erfahrungen unsere Wahrnehmung prägen. Ein Buch mag inhaltlich unverändert bleiben, doch die Perspektive des Lesers entwickelt sich im Laufe des Lebens. Was wir in einem bestimmten Lebensabschnitt aus einem Buch mitnehmen, kann sich stark von dem unterscheiden, was wir später darin entdecken. Dies ist eine Einladung, bekannte Werke erneut zu betrachten und dabei festzustellen, wie wir uns selbst verändert haben.

Persönlich regt diese Aussage dazu an, das eigene Verhältnis zu Literatur und Bildung zu überdenken. Sie erinnert daran, dass der Wert eines Buches nicht nur in seinem Inhalt liegt, sondern auch in der Reflexion, die es beim Leser auslöst. Es lädt dazu ein, Klassiker oder Lieblingsbücher mit frischen Augen zu betrachten und zu erkennen, wie unsere eigenen Erfahrungen und Reife den Sinn dessen, was wir lesen, beeinflussen.

Zitat Kontext

Georg Christoph Lichtenberg war ein deutscher Physiker, Mathematiker und Schriftsteller, bekannt für seine scharfsinnigen Aphorismen. Seine Aussage reflektiert die Idee, dass Bildung ein lebenslanger Prozess ist und dass die Wiederentdeckung von Literatur ein Weg ist, die eigene Entwicklung zu verstehen. In einer Zeit, in der oft nach Neuem und Modernem gesucht wird, erinnert uns Lichtenberg an die Zeitlosigkeit und den Wert des wiederholten Lesens.

Daten zum Zitat

Autor:
Georg Christoph Lichtenberg
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller, Mathematiker, Physiker und Aphoristiker
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion