Eine Krankheit der Seele aber ist die maßlose und sinnlose Gier nach Geld oder Ruhm, nach Herrschaft oder nach zügellosen Ausschweifungen.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero beschreibt in diesem Zitat die übermäßige Gier als eine Krankheit der Seele. Er kritisiert nicht nur das Streben nach materiellen Besitztümern wie Geld oder Ruhm, sondern auch nach Macht und sinnlichen Genüssen, wenn dieses Streben maßlos und unkontrolliert ist. Diese ‚Krankheit der Seele‘ zeigt, wie ungesunde Begierden das innere Gleichgewicht eines Menschen zerstören und ihn dazu bringen können, ethische und moralische Prinzipien zu vernachlässigen.

Das Zitat regt dazu an, die eigenen Wünsche und Ziele zu hinterfragen. Es erinnert daran, dass Gier und Maßlosigkeit nicht nur äußere Schäden verursachen, sondern auch den inneren Frieden beeinträchtigen. Ciceros Worte sind ein Aufruf zur Mäßigung und zur Pflege einer gesunden und ausgeglichenen Seele. Sie laden dazu ein, die eigenen Prioritäten zu reflektieren und den Wert von Bescheidenheit, Selbstbeherrschung und ethischem Handeln zu erkennen.

Die ‚Krankheit der Seele‘ wird hier als Metapher verwendet, um auf die zerstörerische Kraft von unkontrollierten Leidenschaften hinzuweisen. Ciceros Botschaft bleibt zeitlos, da sie daran erinnert, wie wichtig es ist, innere Werte und Prinzipien über oberflächliche Begierden zu stellen, um ein erfülltes und tugendhaftes Leben zu führen.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann und Philosoph, schrieb dieses Zitat in einer Zeit, die von politischem Ehrgeiz, Korruption und gesellschaftlichen Umwälzungen geprägt war. Als Vertreter der stoischen Philosophie legte Cicero großen Wert auf Tugenden wie Mäßigung, Selbstbeherrschung und Vernunft. Diese Prinzipien sah er als zentral für ein gutes Leben und eine stabile Gesellschaft.

Ciceros Kritik an der maßlosen Gier war in der römischen Gesellschaft seiner Zeit besonders relevant, da Macht und Reichtum oft als oberste Ziele betrachtet wurden, unabhängig von den Mitteln, mit denen sie erreicht wurden. Sein Zitat reflektiert die ethischen Herausforderungen einer Welt, in der materielle und egoistische Ziele oft die Oberhand gewinnen.

Auch heute hat Ciceros Botschaft Bestand. In einer Gesellschaft, die oft von Konsum, Wettbewerb und Ehrgeiz geprägt ist, erinnert uns dieses Zitat daran, die Balance zu wahren und die moralischen Konsequenzen unseres Handelns nicht aus den Augen zu verlieren. Seine Worte sind eine zeitlose Mahnung, die Integrität der Seele über die vergänglichen Verlockungen von Macht, Reichtum und Genuss zu stellen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion