Die Welt sehn in einem Körnchen Sand, den Himmel in einem Blütenrund, die Unendlichkeit halten in der Hand, die Ewigkeit in einer Stund.
- William Blake

Klugwort Reflexion zum Zitat
William Blakes poetische Worte laden dazu ein, die Verbindung zwischen dem Mikrokosmos und dem Makrokosmos zu betrachten. Er zeigt, dass die Essenz des Universums in den kleinsten und alltäglichsten Dingen entdeckt werden kann. Ein Sandkorn, eine Blume, eine vergängliche Stunde – diese scheinbar unbedeutenden Elemente enthalten die tiefsten Geheimnisse der Welt und der Existenz. Blake regt an, die Unendlichkeit und Ewigkeit nicht in fernen, abstrakten Konzepten zu suchen, sondern in der Präsenz des Moments und in den Details des Lebens.
Das Zitat fordert dazu auf, die Welt mit neuen Augen zu sehen – mit einer Mischung aus Neugier, Demut und Achtsamkeit. Es erinnert daran, dass die größten Wahrheiten oft in den kleinsten Dingen verborgen sind, und dass es eine besondere Sensibilität braucht, um sie wahrzunehmen. Für den Leser bietet sich die Einsicht, dass jeder Moment und jedes Objekt eine tiefere Bedeutung tragen kann, wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen.
Blakes Worte inspirieren dazu, den Alltag bewusster zu erleben und die Schönheit im scheinbar Unspektakulären zu entdecken. Sie sind ein Aufruf, das Leben als ein Mysterium zu betrachten, das sich in jedem Augenblick offenbaren kann. Dieses Zitat ist ein poetischer Ausdruck von Spiritualität und Verbundenheit, das uns daran erinnert, dass das Universum in seiner Gesamtheit in jedem Detail präsent ist.
Zitat Kontext
William Blake, ein visionärer Dichter und Künstler des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine mystischen und symbolischen Werke, die tief in philosophischen und spirituellen Ideen verwurzelt sind. Dieses Zitat stammt aus seinem Gedicht ‚Auguries of Innocence‘ und spiegelt seine Überzeugung wider, dass das Göttliche und das Ewige in allen Aspekten der Welt gegenwärtig sind.
Historisch betrachtet entstand das Zitat in einer Zeit, in der die romantische Bewegung das Individuum und seine Verbindung zur Natur betonte. Blake ging jedoch über den romantischen Ansatz hinaus und betrachtete die Welt als einen Ort, an dem das Spirituelle und das Materielle untrennbar miteinander verbunden sind.
Philosophisch steht das Zitat in der Tradition des Pantheismus und der mystischen Erkenntnis. Es fordert dazu auf, die Grenzen zwischen Klein und Groß, Zeitlich und Ewig, Materiell und Geistig zu hinterfragen. In einer modernen Welt, die oft von Ablenkungen und Oberflächlichkeit geprägt ist, bleibt Blakes Botschaft relevant: Sie ermutigt uns, die Tiefe des Lebens in jedem Moment und in jedem Detail zu suchen und zu finden.
Daten zum Zitat
- Autor:
- William Blake
- Tätigkeit:
- englischer Dichter, Künstler und Drucker
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion