Die meisten fangen an, in ihr eignes Lob zu geraten, wenn man ihnen lange eines erteilt, wie der Hund sich selber mit zu kratzen anfängt, wenn man ihn wohltuend kratzt.

- Jean Paul

Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat

Jean Paul beschreibt in diesem Zitat die menschliche Tendenz, sich von äußerem Lob beeinflussen zu lassen und es schließlich in die eigene Selbstwahrnehmung zu integrieren. Die Metapher mit dem Hund illustriert dies auf anschauliche Weise: Lob und Anerkennung sind wie eine wohltuende Stimulation, die die Menschen dazu bringt, sich selbst weiter in diesem positiven Licht zu betrachten. Dieses Verhalten ist ein Hinweis auf die psychologische Bedeutung von Anerkennung und deren Einfluss auf das Selbstbild.

Das Zitat wirft die Frage auf, wie stark unser Selbstbild von äußerer Bestätigung abhängt und ob wir Gefahr laufen, diese Bestätigung zu sehr zu internalisieren. Es regt an, die Balance zwischen äußerer Anerkennung und innerer Authentizität zu suchen.

Zitat Kontext

Jean Paul war ein deutscher Schriftsteller der Spätaufklärung und Romantik, dessen Werke oft mit scharfer Beobachtungsgabe menschliche Schwächen und Eigenheiten aufzeigen. Dieses Zitat passt in seinen allgemeinen Stil, soziale Dynamiken kritisch, aber humorvoll zu analysieren.

Daten zum Zitat

Autor:
Jean Paul
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion