Die Gutmütigkeit, oder das, was oft dafür gehalten wird, ist die selbstsüchtigste aller Tugenden: In neun von zehn Fällen handelt es sich um bloße Trägheit des Gemüts.

- William Hazlitt

William Hazlitt

Klugwort Reflexion zum Zitat

William Hazlitt hinterfragt hier die wahre Natur der Gutmütigkeit und entlarvt sie oft als bequeme Passivität, anstatt als aktive Tugend. Diese kritische Sichtweise verdeutlicht, dass das, was oft als Tugend gefeiert wird, in Wirklichkeit eine Flucht vor Verantwortung und Engagement sein kann. Trägheit des Gemüts deutet auf eine Haltung hin, bei der man aus Bequemlichkeit oder Angst vor Konflikten vermeintlich gute Taten vollbringt, ohne wirklich altruistisch zu handeln.

Das Zitat fordert uns auf, unsere Beweggründe zu hinterfragen und sicherzustellen, dass unsere Gutmütigkeit tatsächlich aus Mitgefühl und nicht aus Bequemlichkeit entspringt. Es erinnert daran, dass wahre Tugenden oft aktive Anstrengungen erfordern und nicht bloßes Wohlwollen oder Passivität sind.

Zitat Kontext

William Hazlitt, ein einflussreicher Essayist und Kritiker, war bekannt für seine scharfsinnigen Analysen menschlicher Charakterzüge und Motive. Dieses Zitat reflektiert seine Fähigkeit, gängige Vorstellungen herauszufordern und die oft verborgenen Schichten menschlichen Verhaltens zu beleuchten.

Daten zum Zitat

Autor:
William Hazlitt
Tätigkeit:
englischer Essayist, Literaturkritiker und Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion