Die einzigen von der Welt unbestrittenen Ehren, die einer Frau zuteil werden können, sind diejenigen, die sie im Reflex der Ehren ihres Mannes genießt.

- Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat

Marie von Ebner-Eschenbach wirft mit diesem Zitat einen kritischen Blick auf die gesellschaftliche Rolle der Frau in ihrer Zeit. Sie beschreibt die Ungerechtigkeit und die Einschränkung, dass Frauen oft nur durch den Erfolg oder die gesellschaftliche Stellung ihres Mannes Anerkennung erfahren. Diese Reflexion spiegelt die patriarchalen Strukturen wider, die Frauen auf die Rolle der Begleiterin oder des 'Spiegels' männlicher Leistungen reduzierten.

Das Zitat regt dazu an, über die Gleichstellung der Geschlechter nachzudenken. Es beleuchtet, wie wichtig es ist, Frauen nicht nur im Kontext ihrer Beziehung zu Männern zu definieren, sondern ihre individuellen Leistungen und ihren Beitrag zur Gesellschaft zu würdigen. Ebner-Eschenbach kritisiert subtil die gesellschaftlichen Normen, die Frauen auf eine sekundäre Position festlegten.

Heute, in einer Zeit, in der Gleichberechtigung mehr denn je im Mittelpunkt steht, erinnert dieses Zitat daran, wie tief verwurzelt solche Strukturen waren und wie viel Arbeit noch notwendig ist, um diese Denkweisen vollständig zu überwinden. Es ist eine Einladung, die Eigenständigkeit und Würde von Frauen anzuerkennen und die Reflexion darüber anzuregen, wie Anerkennung und Ehre gleichberechtigt verteilt werden sollten.

Zitat Kontext

Marie von Ebner-Eschenbach lebte im 19. Jahrhundert, einer Epoche, in der Frauen weitgehend auf Rollen beschränkt waren, die ihre Identität und Anerkennung durch Männer definierten. Als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit war sie eine kritische Stimme gegen diese Ungerechtigkeiten.

Dieses Zitat reflektiert die Realität, die viele Frauen ihrer Zeit erlebten, und kann als subtiler Aufruf zur Veränderung verstanden werden. Es war Teil einer breiteren gesellschaftlichen Diskussion über die Stellung der Frau, die sich in den folgenden Jahrzehnten durch die Frauenrechtsbewegung weiterentwickelte.

Heute bleibt diese Aussage ein historisches Zeugnis für die Ungleichheiten der Vergangenheit und erinnert daran, wie wichtig es ist, Frauen als eigenständige Individuen mit eigenem Beitrag zur Gesellschaft zu sehen. Ebner-Eschenbachs Worte laden dazu ein, sowohl historische Kontexte als auch aktuelle Fortschritte im Kampf für Gleichberechtigung zu reflektieren.

Daten zum Zitat

Autor:
Marie von Ebner-Eschenbach
Tätigkeit:
Österreichische Schriftstellerin
Epoche:
Realismus
Mehr?
Alle Marie von Ebner-Eschenbach Zitate
Emotion:
Keine Emotion