Der niederträchtigste aller Schurken ist der Heuchler, der dafür sorgt, daß er in dem Augenblick, wo er sich am fiesesten benimmt, am tugendhaftesten auftritt.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero kritisiert in diesem Zitat scharf die Heuchelei. Er bezeichnet den Heuchler als den schlimmsten aller Schurken, da dieser gezielt seine wahren Absichten verbirgt und nach außen hin den Anschein von Tugendhaftigkeit wahrt, während er im Verborgenen niederträchtig handelt. Dieses Verhalten wird als besonders verwerflich angesehen, weil es das Vertrauen der Mitmenschen missbraucht und moralische Integrität vortäuscht.

Diese Reflexion fordert dazu auf, Ehrlichkeit und Authentizität als fundamentale Werte in zwischenmenschlichen Beziehungen zu wahren. Cicero zeigt, dass Heuchelei nicht nur unehrlich, sondern auch besonders schädlich für soziale Strukturen ist, da sie Vertrauen zerstört und Manipulation fördert.

In einer Zeit, in der Fassade und Inszenierung – etwa durch soziale Medien – oft wichtiger erscheinen als echte Charakterstärke, bleibt diese Botschaft hochaktuell. Sie mahnt, Integrität über äußeren Schein zu stellen.

Das Zitat inspiriert dazu, aufrichtig zu handeln und sich nicht von Heuchelei oder Täuschung leiten zu lassen.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero (106–43 v. Chr.) war ein römischer Philosoph, Redner und Politiker, bekannt für seine moralphilosophischen Schriften. Er setzte sich für Tugend und Rechtsstaatlichkeit ein.

Dieses Zitat reflektiert Ciceros tiefe Abneigung gegenüber Heuchelei. In einer politisch instabilen Zeit Roms erkannte er, wie gefährlich verstelltes Verhalten für das Gemeinwohl sein kann.

Seine Gedanken bleiben aktuell, da sie zur Ehrlichkeit und Authentizität in einer oft oberflächlichen Gesellschaft aufrufen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion