Der Geiz wird noch stärker im Alter. Denn immer noch begehren wir den Genuß. In der Jugend kosten wir den Genuß nur im Verschwenden, im Alter nur im Bewahren aus.

- Montesquieu

Montesquieu

Klugwort Reflexion zum Zitat

Montesquieu reflektiert in diesem Zitat über die veränderte Beziehung des Menschen zum Genuss im Laufe seines Lebens. Während in der Jugend der Genuss durch Freigiebigkeit und Verschwendung gesucht wird, verlagert sich im Alter das Verlangen nach Genuss in den Drang, das Bestehende zu bewahren und zu kontrollieren. Der Geiz ist hierbei nicht nur als materielle Sparsamkeit zu verstehen, sondern auch als Zurückhaltung im Erleben und Teilen.

Diese Reflexion fordert dazu auf, über das eigene Verhältnis zu Besitz und Genuss nachzudenken. Montesquieu mahnt, dass der Wunsch nach Sicherheit im Alter nicht zur Einschränkung der Lebensfreude führen sollte. Stattdessen sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewahren und Erleben angestrebt werden.

In einer Gesellschaft, die sowohl Konsum als auch Sparsamkeit betont, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie fordert dazu auf, bewusst mit Ressourcen umzugehen, ohne dabei die Fähigkeit zum Genießen zu verlieren.

Das Zitat inspiriert dazu, in jeder Lebensphase ein gesundes Maß zwischen Genuss und Verantwortung zu finden.

Zitat Kontext

Charles de Montesquieu (1689–1755) war ein französischer Philosoph und Schriftsteller der Aufklärung, bekannt für seine Werke zur politischen Theorie und zur Analyse menschlichen Verhaltens.

Dieses Zitat spiegelt Montesquieus Beobachtung menschlicher Natur wider, insbesondere wie sich Einstellungen zu Besitz und Genuss mit dem Alter verändern.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Reflexion über den bewussten Umgang mit Ressourcen und Lebensfreude in verschiedenen Lebensphasen anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Montesquieu
Tätigkeit:
französischer Philosoph, Politiker und Schriftsteller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
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