Der Gedanke, einmal in seiner Größe gefaßt, kann nicht mehr verschwinden; solange es Menschen gibt, wird auch der starke Wunsch da sein, den Turm zu Ende zu bauen.

- Franz Kafka

Franz Kafka

Klugwort Reflexion zum Zitat

Franz Kafka thematisiert in diesem Zitat die Beständigkeit und Macht großer Gedanken. Ein einmal gefasster Gedanke entfaltet eine Eigendynamik, die über das individuelle Denken hinausgeht und zur kollektiven Motivation werden kann. Der metaphorische 'Turm' symbolisiert ein unerreichbares Ziel oder ein großes Vorhaben, das trotz aller Widrigkeiten weiterverfolgt wird.

Diese Reflexion verdeutlicht die Kraft von Ideen und Visionen, die Generationen überdauern. Sie inspirieren dazu, an großen Zielen festzuhalten, auch wenn sie zunächst unerreichbar erscheinen. Kafkas Aussage lädt ein, nicht vor ambitionierten Projekten zurückzuschrecken, sondern sie als Antriebskraft zu nutzen.

Das Zitat regt dazu an, Visionen nicht zu unterschätzen. Es fordert dazu auf, Träume zu pflegen und an ihnen festzuhalten, auch wenn sie mit Rückschlägen verbunden sind. Denn starke Ideen haben die Kraft, Menschen zu vereinen und langfristig Veränderung zu bewirken.

Zitat Kontext

Franz Kafka (1883–1924) war ein deutschsprachiger Schriftsteller, bekannt für seine Werke über Entfremdung, Bürokratie und existenzielle Ängste. Der 'Turm' könnte als Anspielung auf die biblische Geschichte des Turmbaus zu Babel verstanden werden, ein Symbol für das menschliche Streben nach Größe und Vollkommenheit.

Kafka lebte in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, die von technologischen Fortschritten und politischen Spannungen geprägt war. Sein Werk spiegelt die Unsicherheiten dieser Epoche wider. Dieses Zitat kann als Ausdruck seines Verständnisses für die unaufhaltsame Natur menschlicher Ambitionen gesehen werden.

Daten zum Zitat

Autor:
Franz Kafka
Tätigkeit:
Schriftsteller
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion