Den Männern geht es hier so gut, wie es die Kultur überhaupt erlaubt, den Frauen schlecht. Wir haben hier Dinge gesehen, die zur größten Bewunderung hinreißen, und Dinge, die zum tiefsten Nachdenken über soziale Entwicklung auffordern. Wir sind, was technische Kultur anbelangt, meilenweit hinter Amerika zurück. Aber all das kostet entsetzlich viel und trägt schon den Keim des Endes in sich.
- Carl Gustav Jung

Klugwort Reflexion zum Zitat
In diesem Zitat reflektiert Carl Gustav Jung über die Ungleichgewichte und Widersprüche, die er in der Gesellschaft seiner Zeit beobachtet. Er spricht zunächst die soziale Ungleichheit zwischen Männern und Frauen an und wie diese Ungleichheit in der Kultur verankert ist. Jung weist darauf hin, dass die Männer in der Gesellschaft – zumindest in dem, was die Kultur zulässt – ein relativ gutes Leben führen, während Frauen in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind. Er geht weiter, indem er sowohl bewundernswerte als auch besorgniserregende Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft beschreibt. Während er die Fortschritte in der technischen Kultur anerkennt, warnt er gleichzeitig vor den negativen Konsequenzen dieses Fortschritts, der, so Jung, enorme Kosten mit sich bringt und möglicherweise den Keim seines eigenen Untergangs trägt. Jung fordert uns auf, nicht nur die äußeren, materiellen und technischen Errungenschaften zu betrachten, sondern auch die sozialen und menschlichen Kosten, die mit ihnen verbunden sind. Das Zitat regt zum Nachdenken über den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit an und fordert uns auf, eine Balance zwischen technologischem Fortschritt und der Förderung einer gerechteren, ausgewogeneren Gesellschaft zu finden. Es fordert dazu auf, kritisch zu reflektieren, welche Werte und Strukturen wir in der modernen Welt wirklich bewahren wollen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Carl Gustav Jung
- Tätigkeit:
- Schweizer Psychiater
- Epoche:
- Moderne
- Emotion:
- Keine Emotion