Das Vertrauen ist etwas so Schönes, daß selbst der ärgste Lügner sich eines gewissen Respekts vor dem der ihm glaubt, nicht erwehren kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach

Klugwort Reflexion zum Zitat
Marie von Ebner-Eschenbachs Zitat beleuchtet die tiefe und fast universelle Macht des Vertrauens. Sie zeigt, dass Vertrauen eine der wertvollsten menschlichen Eigenschaften ist – so stark, dass es sogar den ärgsten Lügner in eine moralische Spannung versetzen kann. Der Respekt, den der Lügner vor dem Vertrauen empfindet, das ihm entgegengebracht wird, zeigt, wie mächtig und verbindend diese menschliche Qualität ist.
Vertrauen ist eine Grundlage für Beziehungen, Kommunikation und gesellschaftliches Zusammenleben. Es schafft eine Verbindung, die weit über Worte hinausgeht, und fordert, wie das Zitat verdeutlicht, auch von Menschen mit zweifelhaftem Charakter eine Art von Anerkennung. Selbst derjenige, der diese Verbindung durch Lügen bricht, erkennt die Reinheit und Schönheit des Vertrauens an – wenn auch vielleicht nur als Spiegel, der die eigene Unzulänglichkeit reflektiert.
Das Zitat lädt dazu ein, über die Rolle von Vertrauen in unserem Leben nachzudenken. Wie bauen wir Vertrauen auf, und wie bewahren wir es? Es zeigt auch, dass Vertrauen immer ein Risiko beinhaltet, aber dieses Risiko ist es wert, eingegangen zu werden, weil Vertrauen die Basis für jede tiefere Beziehung ist.
In einer Zeit, in der Misstrauen und Skepsis oft dominieren, erinnert uns Ebner-Eschenbach daran, wie wertvoll und transformativ Vertrauen sein kann. Ihre Worte ermutigen dazu, das Vertrauen, das wir erhalten, zu schätzen, und das Vertrauen, das wir geben, mit Bedacht und Würde zu behandeln.
Zitat Kontext
Marie von Ebner-Eschenbach, eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts, war bekannt für ihre präzisen und einfühlsamen Beobachtungen der menschlichen Natur. Dieses Zitat spiegelt ihre Fähigkeit wider, tiefgreifende ethische und emotionale Wahrheiten in prägnante Worte zu fassen.
Im historischen Kontext war Vertrauen ein zentraler Wert in einer zunehmend modernen, aber oft fragmentierten Gesellschaft. Ebner-Eschenbach lebte in einer Zeit des sozialen Wandels, in der persönliche Integrität und zwischenmenschliche Bindungen oft herausgefordert wurden.
Heute ist ihre Aussage ebenso relevant, da Vertrauen in einer digitalen und globalisierten Welt, in der persönliche Begegnungen oft durch Technologie ersetzt werden, ein rares Gut bleibt. Das Zitat mahnt uns, die Kraft des Vertrauens zu erkennen, es zu schützen und zu würdigen – als einen Schlüssel für menschliche Verbundenheit und Integrität.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Marie von Ebner-Eschenbach
- Tätigkeit:
- Österreichische Schriftstellerin
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion