Das Große jedoch schau' ich hier nicht in der Menge der verbundnen, aber doch kleinen Einzelwesen, [...] ich schaue das Große in der Macht, die Millionen Geister zu einem Bunde berechnete und aneinanderschloß.
- Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat
Jean Paul hebt in diesem Zitat die wahre Größe nicht in der bloßen Masse einzelner Menschen hervor, sondern in der unsichtbaren Kraft, die sie vereint. Er betont, dass das Wesentliche nicht in der bloßen Anzahl der Individuen liegt, sondern in der Idee oder Macht, die sie zusammenhält.
Diese Einsicht lädt uns dazu ein, über den Zusammenhalt in Gesellschaften und Organisationen nachzudenken. Was bringt Menschen dazu, sich gemeinsam für eine Idee oder ein Ziel zu engagieren? Ist es eine natürliche menschliche Tendenz zur Gemeinschaft oder das Wirken großer Visionäre und Denker, die eine einende Kraft schaffen?
Jean Paul fordert uns auf, das Große nicht in der sichtbaren Anzahl zu suchen, sondern in der immateriellen Idee, die hinter dieser Verbindung steht. Dies kann auf Nationen, soziale Bewegungen oder kulturelle Errungenschaften angewendet werden. Große historische Veränderungen entstehen nicht nur durch viele Individuen, sondern durch die Ideen, die sie vereinen.
In einer Zeit, in der digitale Netzwerke Millionen von Menschen verbinden, bleibt seine Erkenntnis relevant. Der Wert einer Gemeinschaft liegt nicht nur in ihrer Größe, sondern in den Prinzipien, die sie zusammenhält. Sein Zitat erinnert uns daran, dass wahre Größe in der Kraft gemeinsamer Ideen liegt – und nicht in bloßen Zahlen.
Zitat Kontext
Jean Paul (1763–1825) war ein deutscher Schriftsteller und Denker der Romantik, bekannt für seine tiefgründigen Reflexionen über das Individuum und die Gesellschaft. Er beschäftigte sich intensiv mit der Frage, was Menschen verbindet und welche Kräfte Gemeinschaften formen.
Dieses Zitat steht im Kontext seiner philosophischen Überlegungen über soziale Bindungen. Er betrachtete die Menschheit nicht als bloße Ansammlung von Individuen, sondern als ein Netzwerk, das durch gemeinsame Werte und Ideen geformt wird.
Heute bleibt seine Erkenntnis relevant, besonders in politischen und gesellschaftlichen Debatten. Gemeinschaften können nur dann bestehen, wenn sie durch eine tragende Idee verbunden sind. Jean Pauls Zitat erinnert uns daran, dass das Wesentliche einer Gesellschaft nicht in ihrer Größe liegt, sondern in der Kraft der Werte, die sie eint.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Jean Paul
- Tätigkeit:
- deutscher Schriftsteller
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Keine Emotion