Das gefällt Gott wohl, daß man sich vor Menschen und Teufel nicht fürchte, vielmehr keck und trutzig, mutig und steif wider sie sei, wenn sie anfahen und unrecht haben.
- Martin Luther

Klugwort Reflexion zum Zitat
Martin Luther betont in diesem Zitat die Wichtigkeit von Mut und Standhaftigkeit gegenüber Unrecht, sei es von Menschen oder teuflischen Einflüssen. Diese Haltung ist ein zentraler Bestandteil seiner reformatorischen Überzeugung, dass der Einzelne im Angesicht von Autoritäten und Widerständen seine Prinzipien und den Glauben an die Gerechtigkeit verteidigen muss. Luther spricht dabei nicht nur von einer geistigen, sondern auch von einer praktischen Tapferkeit, die sich durch eine entschlossene Haltung ausdrückt.
Das Zitat ermutigt dazu, unbeirrbar für das einzustehen, was als wahr und gerecht empfunden wird, selbst wenn dies auf Widerstand stößt. Diese Tugend ist insbesondere in Luthers Zeit, als er sich gegen die mächtige katholische Kirche stellte, ein Leuchtfeuer seiner reformatorischen Mission. Es erinnert daran, dass echter Glaube Mut erfordert und dass dieser Mut Gott wohlgefällig ist.
Zitat Kontext
Martin Luther formulierte solche Aussagen im Rahmen seiner theologischen Reformbestrebungen. Als Begründer der Reformation forderte er die katholische Kirche heraus, insbesondere durch seine 95 Thesen von 1517. Sein Widerstand gegen kirchliche Autoritäten und weltliche Mächte spiegelt sich in diesem Zitat wider. Es verdeutlicht seinen Appell an die individuelle Verantwortung und den Mut, für die Wahrheit einzutreten.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Martin Luther
- Tätigkeit:
- deutscher Theologe, Mönch und Reformator
- Epoche:
- Spätrenaissance / Manierismus
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- Emotion:
- Keine Emotion