Bei der imposanten Gelehrsamkeit jener Vielwisser sage ich mir bisweilen: O, wie wenig muß doch einer zu denken gehabt haben, damit er so viel hat lesen können!

- Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat

Arthur Schopenhauer kritisiert in diesem Zitat die oberflächliche Anhäufung von Wissen ohne tiefgehendes eigenes Denken. Er stellt infrage, ob diejenigen, die unaufhörlich lesen und Wissen sammeln, tatsächlich zum eigenständigen Denken kommen. Die bloße Akkumulation von Wissen ersetzt nicht die Fähigkeit, kritisch und kreativ zu denken.

Diese Reflexion fordert dazu auf, den Unterschied zwischen Wissen und Weisheit zu bedenken. Schopenhauer mahnt, dass echte Gelehrsamkeit nicht nur aus Wissenserwerb besteht, sondern aus der Fähigkeit, dieses Wissen kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

In einer Zeit, in der Informationen durch das Internet unbegrenzt verfügbar sind, bleibt diese Botschaft hochaktuell. Sie erinnert daran, dass Informationsflut nicht mit Weisheit gleichzusetzen ist.

Das Zitat inspiriert dazu, sich nicht in bloßem Wissen zu verlieren, sondern dieses durch eigenes Nachdenken zu vertiefen.

Zitat Kontext

Arthur Schopenhauer (1788–1860) war ein deutscher Philosoph, bekannt für seine tiefgründigen Gedanken zur menschlichen Existenz und zum Verhältnis von Wissen und Denken.

Dieses Zitat reflektiert Schopenhauers Skepsis gegenüber oberflächlicher Gelehrsamkeit und seine Betonung des eigenständigen Denkens.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur bewussten Reflexion über den Umgang mit Wissen und zur Förderung von kritischem Denken anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Arthur Schopenhauer
Tätigkeit:
deutscher Philosoph
Epoche:
Moderne
Mehr?
Alle Arthur Schopenhauer Zitate
Emotion:
Keine Emotion