A. Bei dem ist Hopfen und Malz verloren. B. Das setzt voraus, daß es mit ihm auf Bier angelegt gewesen wäre. Das ist es aber nicht. Es war alles Wassersuppe.

- Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg

Klugwort Reflexion zum Zitat

Georg Christoph Lichtenberg spielt in diesem Zitat mit der Redewendung 'Hopfen und Malz sind verloren' und dekonstruiert sie humorvoll. Die Redewendung bedeutet eigentlich, dass alle Mühe vergeblich ist. Lichtenberg hinterfragt jedoch ironisch die Annahme, dass überhaupt Potenzial vorhanden war ('es war alles Wassersuppe').

Diese Reflexion fordert dazu auf, mit Sprache und festen Redewendungen kritisch und humorvoll umzugehen. Lichtenberg mahnt, nicht blind Sprichwörtern oder gesellschaftlichen Urteilen zu folgen, sondern den Inhalt solcher Aussagen zu hinterfragen.

In einer Zeit, in der Floskeln und Phrasen oft unkritisch verwendet werden, erinnert dieses Zitat daran, wie wichtig es ist, Bedeutung und Relevanz von Aussagen zu prüfen. Es lädt dazu ein, Sprache bewusst zu nutzen und die Welt mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Das Zitat inspiriert dazu, Denkgewohnheiten zu hinterfragen und sich nicht von vorgefertigten Meinungen leiten zu lassen.

Zitat Kontext

Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war ein deutscher Physiker und Schriftsteller, bekannt für seine Aphorismen und seinen scharfen Witz. Er setzte sich häufig kritisch mit Sprache und gesellschaftlichen Konventionen auseinander.

Dieses Zitat zeigt Lichtenbergs Talent, Sprache humorvoll zu hinterfragen und bestehende Denkweisen satirisch zu durchbrechen. In einer Zeit der Aufklärung trug er dazu bei, gängige Redensarten und Vorurteile kritisch zu beleuchten.

Seine Gedanken bleiben zeitlos, da sie zur bewussten Auseinandersetzung mit Sprache und gesellschaftlichen Normen anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Georg Christoph Lichtenberg
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller, Mathematiker, Physiker und Aphoristiker
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion