Wir wollen das Kind im Streben nach Wissen sehen und nicht das Wissen im Streben nach dem Kind.

- George Bernard Shaw

George Bernard Shaw

Klugwort Reflexion zum Zitat

George Bernard Shaws Zitat betont die natürliche Neugier und das unbefangene Streben nach Wissen, das in einem Kind verankert ist. Es lädt dazu ein, Bildung und Lernen als etwas zu betrachten, das von der kindlichen Begeisterung und Neugierde getragen wird, anstatt diese Begeisterung durch starre Vorgaben und abstrakte Wissensvermittlung zu ersticken. Shaw kritisiert implizit ein Bildungssystem, das Wissen als Ziel an sich betrachtet und dabei das Individuum, das lernen möchte, aus den Augen verliert.

Das Zitat regt dazu an, über die Art und Weise nachzudenken, wie wir Bildung und Lernen gestalten. Es fordert auf, das natürliche Streben nach Wissen zu fördern, anstatt es durch einseitige Anforderungen oder strenge Rahmenbedingungen zu hemmen. Kinder, so Shaw, sollten nicht als Werkzeuge gesehen werden, um abstraktes Wissen anzuhäufen, sondern als aktive Teilnehmer, die Wissen mit Freude und Neugierde entdecken.

Seine Worte erinnern uns daran, dass das Lernen ein Prozess ist, der von Interesse, Begeisterung und individueller Entfaltung lebt. Sie inspirieren dazu, das Kindliche – die Offenheit und den Drang, Neues zu entdecken – in uns allen zu bewahren. Bildung sollte nicht nur der Wissensakkumulation dienen, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung und die Freude am Lernen fördern.

Zitat Kontext

George Bernard Shaw, ein irischer Dramatiker, Essayist und Nobelpreisträger, war bekannt für seine scharfsinnigen und oft provokativen Ansichten über Gesellschaft, Bildung und Kultur. Dieses Zitat spiegelt seine Kritik an konventionellen Bildungssystemen wider, die seiner Meinung nach oft das Individuum und dessen natürliche Neugierde vernachlässigen.

Im historischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts, einer Zeit des gesellschaftlichen und technologischen Wandels, sah Shaw die Notwendigkeit, Bildung neu zu denken. Er setzte sich dafür ein, Lernen nicht als rein mechanischen Prozess, sondern als etwas zu betrachten, das die Kreativität und das Potenzial jedes Einzelnen fördert. Seine Worte könnten als Appell verstanden werden, Bildungssysteme so zu gestalten, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Lernenden in den Mittelpunkt stellen.

Heute ist das Zitat besonders relevant, da es auf die Herausforderungen moderner Bildungssysteme hinweist, die oft standardisierte Wissensvermittlung priorisieren und dabei die individuelle Entfaltung und die Freude am Lernen vernachlässigen. Es fordert dazu auf, das Lernen wieder als etwas zu sehen, das von Neugierde und intrinsischem Interesse angetrieben wird.

Shaws Worte sind eine zeitlose Erinnerung, Bildung und Wissen als dynamischen Prozess zu verstehen, der die natürlichen Anlagen und die Begeisterung des Einzelnen respektiert und fördert. Sie inspirieren dazu, Bildung als Mittel zur Entfaltung menschlicher Potenziale und nicht nur als Wissensspeicher zu betrachten.

Daten zum Zitat

Autor:
George Bernard Shaw
Tätigkeit:
Dramatiker, Kritiker und politischer Aktivist
Epoche:
Moderne
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Emotion:
Keine Emotion