Wie nämlich in den übrigen Lebensbereichen die Werke des Geistes viel bedeutender sind als die des Körpers, so sind die Dinge, die wir mit Verstand und Vernunft zu erreichen suchen, willkommener als jene, die wir mit unserer Körperkraft anstreben.
- Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat
Ciceros Zitat hebt die Überlegenheit geistiger Leistungen gegenüber körperlichen Errungenschaften hervor. Es verweist darauf, dass das Streben nach Erkenntnis und Vernunft nicht nur nachhaltiger, sondern auch wertvoller ist als der bloße Einsatz von physischer Kraft.
Das Zitat betont, dass der Geist die Quelle von Fortschritt, Innovation und moralischem Handeln ist. Körperliche Kraft mag kurzfristige Ziele erreichen, aber geistige Stärke formt die Welt nachhaltig und gibt dem Leben einen tieferen Sinn.
Cicero lädt den Leser dazu ein, über die Prioritäten im eigenen Leben nachzudenken: Streben wir nach kurzfristigen Erfolgen oder setzen wir auf die Entwicklung von Verstand und Weisheit, die langfristig größere Auswirkungen haben?
Es erinnert daran, dass geistige Arbeit oft unsichtbar und subtil ist, aber dennoch die Grundlage für bedeutende Veränderungen bildet. Das Zitat ermutigt, den Wert der intellektuellen und emotionalen Reflexion zu erkennen und zu schätzen.
Zitat Kontext
Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann, Redner und Philosoph, lebte in einer Zeit, in der sowohl körperliche Stärke als auch geistige Bildung hoch geschätzt wurden.
Dieses Zitat spiegelt Ciceros Überzeugung wider, dass die Macht des Geistes die physische Kraft übertrifft, insbesondere in einer Gesellschaft, die auf Recht, Rhetorik und Philosophie basierte.
Im historischen Kontext der römischen Republik war Cicero ein Verfechter der Vernunft und der Rechtsstaatlichkeit, die er als Eckpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft ansah.
Philosophisch steht das Zitat in der Tradition des Stoizismus und der antiken Rhetorik, die die Rolle der Vernunft als Wegweiser für ein tugendhaftes Leben betonen.
Auch heute bleibt die Botschaft zeitlos: Sie erinnert uns daran, die Stärke des Geistes zu würdigen und zu fördern, besonders in einer Welt, die oft schnelle, körperliche oder materielle Erfolge über die Bedeutung tiefer, intellektueller Arbeit stellt.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Cicero
- Tätigkeit:
- römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
- Epoche:
- Klassische Antike
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- Emotion:
- Keine Emotion