Wer erwartet, dass es der einen Gesellschaftsschicht in höchstem Maße gut geht, während die andere in Not ist, sollte prüfen, ob die eine Seite des Gesichts lächeln kann, während die andere gekniffen ist.

- Thomas Fuller

Thomas Fuller

Klugwort Reflexion zum Zitat

Thomas Fuller verwendet in diesem Zitat eine eindrückliche Metapher, um auf die Ungleichheit in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Er macht deutlich, dass Wohlstand und Armut nicht isoliert existieren, sondern untrennbar miteinander verbunden sind.

Die Vorstellung, dass eine Gesellschaft florieren kann, während große Teile der Bevölkerung leiden, ist illusionär. So wie ein Gesicht nicht zur Hälfte lächeln und zur Hälfte schmerzverzerrt sein kann, kann auch eine Gesellschaft nicht gesund sein, wenn ein Teil in Reichtum lebt und der andere in Elend versinkt.

Dieses Zitat fordert uns auf, über soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Fairness nachzudenken. In vielen modernen Gesellschaften gibt es große Wohlstandsunterschiede, und Fullers Metapher bleibt hochaktuell. Kann eine Gesellschaft wirklich stabil sein, wenn soziale Ungleichheit immer weiter wächst?

Die Reflexion über dieses Zitat sollte uns daran erinnern, dass echter Fortschritt nicht nur darin besteht, den Wohlstand Einzelner zu maximieren, sondern ein Gleichgewicht zu schaffen, in dem alle ein menschenwürdiges Leben führen können.

Zitat Kontext

Thomas Fuller (1608–1661) war ein englischer Historiker und Theologe, bekannt für seine scharfsinnigen Aphorismen und gesellschaftskritischen Gedanken.

Sein Zitat stammt aus einer Zeit politischer und sozialer Unruhen in England. Die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen Adel und unteren Schichten war ein zentrales Thema seiner Zeit. Fuller erkannte, dass eine Gesellschaft, die auf extremer Ungleichheit basiert, langfristig nicht stabil sein kann.

Diese Erkenntnis bleibt auch heute relevant. Moderne Gesellschaften stehen vor ähnlichen Herausforderungen, sei es in Bezug auf Einkommensungleichheit, Zugang zu Bildung oder soziale Mobilität. Fullers Gedanke ist ein Plädoyer für eine gerechtere Verteilung von Ressourcen und Chancen.

Sein Vergleich mit einem Gesicht verdeutlicht, dass das Wohl eines Teils der Gesellschaft nicht auf Kosten des anderen gehen kann, ohne langfristige Konsequenzen zu haben. Dies macht sein Zitat zu einer zeitlosen Mahnung für soziale Verantwortung und Fairness.

Daten zum Zitat

Autor:
Thomas Fuller
Tätigkeit:
anglikanischer Geistlicher, Historiker und Schriftsteller
Epoche:
Barock
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Emotion:
Keine Emotion