Wer den universalen und alles durchdringenden Geist der Wahrheit von Angesicht zu Angesicht erblicken will, muss fähig sein, auch die geringste Kreatur ebenso zu lieben, wie sich selbst.
- Mahatma Gandhi

Klugwort Reflexion zum Zitat
Gandhi betont hier die Verbindung zwischen Wahrheit, Mitgefühl und universaler Liebe.
Er stellt die These auf, dass wahre Erkenntnis nicht nur intellektuell, sondern auch moralisch und spirituell ist. Wer die tiefste Wahrheit erfassen will, muss in der Lage sein, Liebe und Respekt für alle Lebewesen zu empfinden – ohne Ausnahme.
Dies fordert uns auf, über unsere eigene Haltung gegenüber anderen Lebewesen nachzudenken. Behandeln wir alle Geschöpfe mit der gleichen Würde und Achtung, die wir uns selbst wünschen? Oder ziehen wir unbewusst Grenzen zwischen denen, die uns wichtig sind, und denen, die wir übersehen?
Gandhi erinnert uns daran, dass wahre Weisheit und Wahrheit nicht von Abgrenzung, sondern von universeller Liebe getragen werden.
Zitat Kontext
Mahatma Gandhi war eine der zentralen Figuren des gewaltlosen Widerstands und ein tief spiritueller Denker, dessen Philosophie von Ahimsa (Gewaltlosigkeit) geprägt war.
Dieses Zitat steht in der Tradition östlicher Weisheiten, insbesondere des Hinduismus und Buddhismus, die betonen, dass Mitgefühl und Wahrheit untrennbar miteinander verbunden sind. Ähnliche Gedanken finden sich auch im Christentum und anderen spirituellen Traditionen.
In einer Zeit, in der oft Trennung und Konflikte dominieren, bleibt Gandhis Botschaft hochaktuell. Er erinnert uns daran, dass wahre Erkenntnis nicht durch Abgrenzung, sondern durch eine umfassende, universale Liebe erreicht wird – ein Ideal, das sowohl individuell als auch gesellschaftlich wegweisend sein kann.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Mahatma Gandhi
- Tätigkeit:
- Politiker, Freiheitskämpfer, Philosoph
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion