Wer darf denn sagen, er stehe fest, wenn auch das Schöne seinem Schicksal so entgegenreift, wenn auch das Göttliche sich demütigen muß, und die Sterblichkeit mit allem Sterblichen teilen!

- Friedrich Hölderlin

Friedrich Hölderlin

Klugwort Reflexion zum Zitat

Hölderlins Zitat verweist auf die Unbeständigkeit aller Dinge, selbst derer, die als unantastbar oder ewig gelten.

Weder Schönheit noch Göttlichkeit sind vor Vergänglichkeit gefeit – alles, was existiert, unterliegt der Zeit und dem Schicksal. Selbst das, was erhaben scheint, muss sich letztlich den universellen Gesetzmäßigkeiten der Sterblichkeit beugen.

Dies fordert uns auf, über unsere eigene Position in der Welt nachzudenken. Gibt es überhaupt so etwas wie Beständigkeit? Oder ist alles nur ein vorübergehender Zustand?

Hölderlin erinnert uns daran, dass nichts absolut ist – nicht einmal das Göttliche. Seine Worte mahnen zur Demut und zur Anerkennung der Vergänglichkeit als Bestandteil des Lebens.

Zitat Kontext

Friedrich Hölderlin war ein deutscher Dichter der Romantik, dessen Werke oft zwischen Idealismus und existenzieller Tragik schwanken.

Dieses Zitat steht in direkter Verbindung mit seiner Vorstellung vom Schicksal, das selbst das Göttliche und Schöne nicht verschont. Die Romantik erkannte die Schönheit im Vergänglichen – ein Motiv, das sich in vielen seiner Gedichte wiederfindet.

Auch heute bleibt diese Reflexion aktuell. In einer Welt, die nach Stabilität und Perfektion strebt, erinnert uns Hölderlin daran, dass nichts ewig währt – und dass wahre Größe oft darin liegt, die Vergänglichkeit anzunehmen, anstatt gegen sie zu kämpfen.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hölderlin
Tätigkeit:
deutscher Dichter
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion