Wenn Sie die Geschichte lesen, werden Sie feststellen, dass die Christen, die am meisten für die gegenwärtige Welt getan haben, genau diejenigen waren, die am meisten an die nächste gedacht haben. Da die Christen weitgehend aufgehört haben, an die andere Welt zu denken, sind sie in dieser Welt so unwirksam geworden.

- Clive Staples Lewis

Clive Staples Lewis

Klugwort Reflexion zum Zitat

C.S. Lewis’ Zitat spricht die Verbindung zwischen Glauben, Perspektive und Handlungskraft an. Er argumentiert, dass das Denken an eine „andere Welt“, also an ein Leben nach dem Tod oder eine höhere spirituelle Dimension, Christen dazu inspirierte, sich aktiv für das Wohl der aktuellen Welt einzusetzen.

Diese Aussage mag zunächst paradox erscheinen: Wie kann die Beschäftigung mit dem Jenseits zu einem effektiveren Handeln im Diesseits führen? Doch Lewis legt nahe, dass eine transzendente Perspektive moralische Stärke, Verantwortungsbewusstsein und den Mut fördern kann, Veränderungen zu bewirken.

Er kritisiert die moderne Entfremdung von spirituellen Zielen, die seiner Meinung nach zu einem Verlust an Engagement für die Welt führt. Ohne den Glauben an etwas Höheres verliert das Handeln möglicherweise an Tiefe und Zielstrebigkeit.

Das Zitat lädt den Leser dazu ein, die Rolle von Überzeugungen und Werten in seinem eigenen Leben zu reflektieren. Es stellt die Frage, wie der Blick auf größere, überindividuelle Zusammenhänge Menschen dazu befähigen kann, sich mit mehr Leidenschaft und Effektivität für die Gemeinschaft einzusetzen. Gleichzeitig provoziert es kritische Gedanken über die Balance zwischen Spiritualität und Pragmatismus, die für ein sinnvolles Leben notwendig sein könnte.

Zitat Kontext

Clive Staples Lewis, bekannt als C.S. Lewis, war ein britischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Theologe. Seine Werke, wie „Die Chroniken von Narnia“ und „Mere Christianity“, erforschen oft die Beziehung zwischen Glaube, Moral und menschlicher Erfahrung.

Dieses Zitat spiegelt Lewis’ tief verwurzelte christliche Überzeugungen wider, die ihn dazu veranlassten, sowohl die spirituelle als auch die praktische Dimension des Glaubens zu betonen. Historisch gesehen entstand das Zitat in einer Zeit, in der der Einfluss der Religion auf das tägliche Leben, besonders in der westlichen Welt, abzunehmen begann.

Lewis bezieht sich auf eine lange Tradition des christlichen Denkens, die Handeln in dieser Welt als eine Pflicht sieht, die aus dem Glauben an das Jenseits erwächst. Beispiele wie William Wilberforce, der durch seinen Glauben motiviert die Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien vorantrieb, illustrieren diese Verbindung.

In der heutigen Zeit bleibt das Zitat relevant, da es Fragen nach der Rolle des Glaubens in einer zunehmend säkularen Gesellschaft aufwirft. Lewis fordert dazu auf, den Fokus nicht nur auf materielle oder kurzfristige Ziele zu richten, sondern eine Perspektive einzunehmen, die auf höheren Idealen basiert. Seine Worte sind ein Appell, den Glauben als Quelle für tiefgreifendes und nachhaltiges Engagement in der Welt zu nutzen.

Daten zum Zitat

Autor:
Clive Staples Lewis
Tätigkeit:
brit. Schriftsteller und Theologe
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion