Wenn ein Lehrer immer weiter lehrt und lernt; wenn er das Gelesene sogleich zu einem Gelehrten vor Schülern machen kann: so muß ihn jedes neue Buch unendlich heben, weil er damit andere hebt und die erkauften Gewinste für kräftige Eroberungen ansieht.

- Jean Paul

Jean Paul

Klugwort Reflexion zum Zitat

Jean Paul beschreibt in diesem Zitat die untrennbare Verbindung zwischen Lehren und Lernen. Ein guter Lehrer ist für ihn nicht nur ein Vermittler von Wissen, sondern auch ein ewiger Schüler, der selbst aus jeder neuen Erkenntnis wächst. Die Freude daran, durch eigenes Lernen andere zu bereichern, ist ein wesentlicher Antrieb für diese Dynamik. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, bei dem sowohl der Lehrer als auch die Schüler profitieren.

Das Zitat regt dazu an, über die Rolle von Bildung und Wissensvermittlung nachzudenken. Es zeigt, dass ein Lehrer, der neugierig bleibt und kontinuierlich dazulernt, nicht nur seinen eigenen Horizont erweitert, sondern auch die Entwicklung seiner Schüler beflügelt. Jede neue Erkenntnis wird zu einem Werkzeug, das nicht nur den Lehrer, sondern auch die Gemeinschaft, der er dient, voranbringt.

Jean Pauls Worte laden dazu ein, die Freude am Lernen und Lehren neu zu entdecken und die Verantwortung zu schätzen, die mit der Weitergabe von Wissen einhergeht. Bildung ist hier nicht nur ein Prozess, sondern eine fortwährende Reise, die sowohl individuell als auch kollektiv bereichernd ist.

Zitat Kontext

Jean Paul (1763–1825), einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Romantik, widmete sich in vielen seiner Werke der Reflexion über Bildung und Erziehung. Dieses Zitat stammt aus seinen Betrachtungen über die Rolle des Lehrers und dessen Verpflichtung, selbst ein lebenslanger Lernender zu bleiben.

In einer Zeit, in der Bildung zunehmend als Schlüssel zur gesellschaftlichen und persönlichen Weiterentwicklung angesehen wurde, betonte Jean Paul die Wichtigkeit des ständigen Austauschs zwischen Lehrenden und Lernenden. Sein Bild des Lehrers als jemand, der durch sein eigenes Lernen andere hebt, spiegelt den romantischen Idealismus wider, der Wissen als transformative Kraft betrachtete.

Seine Worte sind eine zeitlose Erinnerung an die Bedeutung von Engagement und Neugier im Bildungsprozess. Sie unterstreichen, dass wahre Bildung nicht nur darin besteht, Informationen zu vermitteln, sondern auch darin, Inspiration und Wachstum zu fördern – sowohl bei den Schülern als auch beim Lehrer selbst. Dieses Prinzip bleibt ein zentraler Gedanke moderner Pädagogik.

Daten zum Zitat

Autor:
Jean Paul
Tätigkeit:
deutscher Schriftsteller
Epoche:
Romantik
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Emotion:
Keine Emotion