Weil die Leute, statt des Besten aller Zeiten, immer nur das Neueste lesen, bleiben die Schriftsteller im engen Kreise der zirkulierenden Ideen, und das Zeitalter verschlammt in seinem eigenen Dreck.
- Arthur Schopenhauer

Klugwort Reflexion zum Zitat
Arthur Schopenhauer kritisiert in diesem Zitat die Oberflächlichkeit der modernen Literaturkultur. Er argumentiert, dass Menschen oft nur das lesen, was neu ist, anstatt sich mit den größten Werken der Geschichte auseinanderzusetzen.
Diese Beobachtung lässt sich auch heute anwenden. In einer Zeit, in der ständig neue Bücher, Filme und Trends erscheinen, neigen viele dazu, das Vergangene zu ignorieren. Doch wahres Wissen und tiefgründige Ideen entstehen nicht durch die ständige Jagd nach dem Neuesten, sondern durch eine reflektierte Auseinandersetzung mit den besten Werken der Menschheitsgeschichte.
Das Zitat fordert dazu auf, die eigene Lesegewohnheit zu hinterfragen. Folgen wir einfach dem Zeitgeist, oder wählen wir bewusst das, was wirklich wertvoll ist? Schopenhauer betont, dass ein Zeitalter in seinem eigenen Mittelmaß versinkt, wenn es sich nur mit der Gegenwart beschäftigt, anstatt aus der Vergangenheit zu lernen.
Letztendlich ruft sein Zitat dazu auf, nicht nur das Neue zu konsumieren, sondern sich mit zeitlosen Werken zu beschäftigen – denn wahre Weisheit entsteht nicht aus Modeerscheinungen, sondern aus tiefem, beständigem Denken.
Zitat Kontext
Arthur Schopenhauer (1788–1860) war ein deutscher Philosoph, bekannt für seine pessimistische Weltsicht und seine scharfe Kritik an Gesellschaft und Kultur.
Sein Zitat steht im Kontext seiner Abneigung gegen oberflächlichen Zeitgeist und intellektuelle Mittelmäßigkeit. Er war überzeugt, dass die besten Werke der Geschichte eine zeitlose Wahrheit enthalten, während vieles, was als 'neu' gefeiert wird, nur eine Wiederholung bereits gedachter Ideen ist.
Diese Kritik bleibt auch in der modernen Medienlandschaft aktuell. Schnelllebige Trends, kurzlebige Bestseller und flüchtige Inhalte dominieren oft die Kultur, während klassische Werke, die über Jahrhunderte Bestand haben, in den Hintergrund rücken.
Schopenhauers Worte fordern uns auf, bewusster zu wählen, was wir konsumieren. Sie erinnern daran, dass wahre Bildung nicht in der Menge, sondern in der Qualität des Gelesenen liegt. Sein Zitat bleibt eine Mahnung an eine Gesellschaft, die Gefahr läuft, sich im eigenen oberflächlichen Konsum zu verlieren, anstatt sich mit wirklich bedeutenden Ideen auseinanderzusetzen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Arthur Schopenhauer
- Tätigkeit:
- deutscher Philosoph
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion