Verfolgung ist kein originäres Merkmal irgendeiner Religion, aber sie ist immer das ausgeprägteste Merkmal aller Religionen, die durch das Gesetz begründet sind.

- Thomas Paine

Thomas Paine

Klugwort Reflexion zum Zitat

Thomas Paine kritisiert in diesem Zitat die Verbindung zwischen Religion und staatlicher Macht. Er argumentiert, dass Verfolgung nicht im Wesen einer Religion liegt, sondern dann entsteht, wenn Religionen gesetzlich institutionalisiert werden. Diese Verbindung von Religion und Gesetz führt oft dazu, dass Andersdenkende ausgegrenzt oder verfolgt werden.

Diese Reflexion fordert dazu auf, die Rolle von Religion in politischen und gesellschaftlichen Strukturen kritisch zu hinterfragen. Paine mahnt, dass Glauben eine persönliche Angelegenheit sein sollte und nicht durch staatliche Gesetze reguliert werden darf, da dies leicht zu Intoleranz und Unterdrückung führt.

In einer Zeit, in der religiöse Konflikte und Debatten über Religionsfreiheit weltweit präsent sind, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie fordert die Trennung von Kirche und Staat und mahnt zur Wahrung der Religionsfreiheit.

Das Zitat inspiriert dazu, für eine tolerante Gesellschaft einzutreten, in der Glaube frei gelebt werden kann, ohne politische Einflussnahme oder gesetzliche Bevormundung.

Zitat Kontext

Thomas Paine war ein scharfer Kritiker institutionalisierter Religion und setzte sich für Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat ein. In seinem Werk *The Age of Reason* äußerte er umfassende Kritik an religiösen Dogmen.

Dieses Zitat spiegelt Paines Überzeugung wider, dass Religion dann gefährlich wird, wenn sie mit politischer Macht verknüpft ist.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Reflexion über Religionsfreiheit und den Schutz individueller Glaubensüberzeugungen anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
Thomas Paine
Tätigkeit:
brit.-amerik. politischer Aktivist, Schriftsteller und Intellektueller
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion