Tief in Mr. Pollys Innerem, tief in der Dunkelheit, wie ein Wesen, das man auf den Kopf geschlagen und für tot gehalten hat, das aber immer noch lebt, kroch die Überzeugung, dass es jenseits der Dinge, die lustig und in Ordnung sind, Schönheit und Freude gibt; dass es irgendwo - vielleicht auf magische Weise unerreichbar, aber doch irgendwo - reine, leichte und freudige Zustände von Körper und Geist gibt.
- Herbert George Wells

Klugwort Reflexion zum Zitat
Herbert George Wells beschreibt in diesem Zitat eine tiefe innere Sehnsucht nach einer Existenz, die über die alltäglichen Freuden und Sorgen hinausgeht. Durch die Figur Mr. Polly zeigt Wells, dass selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens eine unerschütterliche Überzeugung von der Möglichkeit eines besseren Zustands bestehen kann. Diese Vorstellung von ‚Schönheit und Freude‘ ist nicht konkret greifbar, sondern bleibt ein vager, fast magischer Traum – ein Symbol für Hoffnung und die Suche nach dem Sinn des Lebens.
Das Zitat lädt dazu ein, über die eigene innere Sehnsucht nach einem erfüllteren, freudvolleren Dasein nachzudenken. Es erinnert daran, dass solche Gedanken oft in Zeiten von Frustration oder Desillusionierung auftreten, aber auch eine Quelle der Inspiration sein können. Die Überzeugung, dass ‚irgendwo‘ etwas Besseres existiert, ist ein universelles Gefühl, das Menschen dazu antreibt, Veränderungen zu suchen und neue Wege einzuschlagen.
Wells’ Worte sind ein Plädoyer für das Bewahren von Hoffnung, selbst in schwierigen Lebensphasen. Sie zeigen, dass der Glaube an eine schönere Realität – sei es durch persönliche Entwicklung oder durch die Entdeckung neuer Perspektiven – ein zentraler Antrieb des Menschseins ist.
Zitat Kontext
Herbert George Wells, ein bedeutender Schriftsteller des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, thematisierte in vielen seiner Werke die inneren Kämpfe und Hoffnungen des Individuums. Dieses Zitat stammt aus seinem Roman *Die wunderbare Reise des Mr. Polly*, einer Geschichte über einen Mann, der in der Monotonie seines Lebens feststeckt und nach Erfüllung und Sinn sucht.
Im Kontext der industriellen und gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit reflektiert Wells hier die Entfremdung, die viele Menschen spürten. Die Figur des Mr. Polly steht exemplarisch für das Streben nach einer ‚besseren Welt‘, die jenseits der alltäglichen Zwänge liegt. Seine Überzeugung von der Existenz eines reineren, freudvolleren Zustands zeigt Wells’ Fähigkeit, die universellen Sehnsüchte des Menschen zu erfassen.
Auch heute bleibt diese Botschaft relevant. In einer Welt, die oft von Stress, Unsicherheit und Routine geprägt ist, erinnert Wells uns daran, dass die Hoffnung auf eine erfüllendere Existenz eine treibende Kraft sein kann. Sein Werk lädt dazu ein, nicht nur über die äußeren, sondern auch über die inneren Möglichkeiten des Lebens nachzudenken und die Schönheit im Unbekannten zu suchen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Herbert George Wells
- Tätigkeit:
- britischer Schriftsteller, Historiker und Soziologe
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion