So wie die Seele den Körper ausfüllt, so erfüllt Gott die Welt. So wie die Seele den Körper trägt, so erträgt Gott die Welt. So wie die Seele sieht, aber nicht gesehen wird, so sieht auch Gott, aber wird nicht gesehen. So wie die Seele den Körper nährt, so gibt Gott der Welt Nahrung.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero vergleicht in diesem Zitat die Beziehung zwischen Seele und Körper mit der zwischen Gott und der Welt. Es handelt sich um eine bildhafte Darstellung, die die Allgegenwart und Unsichtbarkeit Gottes betont, während er gleichzeitig die Welt trägt, nährt und beobachtet. Die Parallelen zwischen Seele und Gott schaffen eine Verbindung zwischen dem Menschen und dem Göttlichen und laden dazu ein, über die Rolle von Spiritualität und Transzendenz nachzudenken.

Diese Reflexion zeigt, wie tief Ciceros Gedanken in die metaphysische und philosophische Ebene eindringen. Er fordert uns auf, über die unsichtbaren Kräfte nachzudenken, die unser Leben lenken und die Welt umgeben. Seine Worte regen an, die Balance zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen zu suchen und die unsichtbaren Prinzipien zu erkennen, die unser Leben formen.

In einer modernen Welt, die oft von Rationalität und materiellen Werten geprägt ist, erinnert dieses Zitat daran, dass es mehr gibt als das Sichtbare. Es lädt ein, sich mit Fragen nach dem Göttlichen, der Seele und der Verbindung zwischen Mensch und Universum zu beschäftigen und die Tiefe des Daseins zu erkunden.

Zitat Kontext

Cicero, römischer Staatsmann und Philosoph, war stark von der stoischen und platonischen Philosophie beeinflusst. Dieses Zitat spiegelt seine Bemühungen wider, die Rolle des Göttlichen und die Beziehung zwischen Mensch und Universum zu erklären. In der römischen Antike war die Vorstellung von einer allumfassenden göttlichen Präsenz, die die Welt lenkt und erhält, ein zentraler Bestandteil philosophischer und religiöser Überlegungen.

Im historischen Kontext versuchte Cicero, philosophische Konzepte mit theologischen Überzeugungen zu verbinden, um eine moralische und spirituelle Grundlage für die Gesellschaft zu schaffen. Seine Worte richten sich an eine Zeit, in der das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Gott intensiv diskutiert wurde.

Heute lädt dieses Zitat dazu ein, die Verbindung zwischen dem inneren Selbst und der äußeren Welt zu betrachten. Es bietet eine Perspektive, die über das rein Physische hinausgeht und die Bedeutung von Spiritualität und universellen Prinzipien betont. Ciceros Vergleich zwischen Seele und Gott inspiriert, die unsichtbaren Kräfte des Lebens zu würdigen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion