Schön und lieblich Drei der Grazien gibt's nur Eine Venus! Die Veilchen Will ich zum Strauße gereiht, aber die Rose allein.

- Friedrich Hebbel

Friedrich Hebbel

Klugwort Reflexion zum Zitat

Friedrich Hebbels Zitat beschreibt die Differenzierung zwischen dem Allgemeinen und dem Einzigartigen, zwischen Harmonie und herausragender Schönheit.

Die drei Grazien, Sinnbilder von Anmut und Schönheit, stehen für eine harmonische Gesamtheit. Doch Venus, die Göttin der Liebe und Schönheit, verkörpert das Außergewöhnliche, das Unvergleichliche. Ebenso werden die Veilchen als Teil eines Straußes geschätzt – ein Ausdruck von Vielfalt und Gemeinsamkeit. Die Rose hingegen symbolisiert die Einzigartigkeit und die erhabene Schönheit, die allein stehen kann. Hebbels Worte laden dazu ein, über die verschiedenen Formen von Schönheit nachzudenken: die harmonische, kollektive Schönheit und die außergewöhnliche, individuelle.

Diese Reflexion regt an, die Balance zwischen Gemeinschaft und Individualität zu schätzen. Sie erinnert daran, dass beides im Leben wichtig ist – die Verbundenheit mit anderen und die Anerkennung der eigenen Einzigartigkeit. Hebbels Zitat inspiriert dazu, sowohl die Schönheit des Zusammenspiels als auch die Kraft des Einzelnen bewusst wahrzunehmen und zu feiern.

Zitat Kontext

Friedrich Hebbel, ein bedeutender Dramatiker und Lyriker des 19. Jahrhunderts, hatte ein feines Gespür für die ästhetischen und philosophischen Nuancen des Lebens. Dieses Zitat spiegelt seine poetische Auseinandersetzung mit Schönheit und deren unterschiedlichen Formen wider.

Im historischen Kontext war Hebbels Zeit von einer romantischen und idealistischen Auffassung von Kunst und Schönheit geprägt. Die drei Grazien und Venus stammen aus der griechischen Mythologie und waren in der Kunst und Literatur Symbole für Schönheit und Liebe. Hebbel nutzt diese Figuren, um die Spannung zwischen kollektiver Harmonie und individueller Exzellenz zu illustrieren.

Auch heute bleibt das Zitat aktuell, da es grundlegende menschliche Werte und Ästhetik anspricht. Es erinnert daran, die Vielfalt des Lebens zu schätzen, während gleichzeitig das Einzigartige gewürdigt wird. Hebbels Worte laden dazu ein, die Schönheit in der Gemeinschaft und im Individuum gleichermaßen zu sehen und die Balance zwischen diesen beiden Polen zu finden – eine zeitlose Botschaft, die auch in der modernen Gesellschaft Relevanz hat.

Daten zum Zitat

Autor:
Friedrich Hebbel
Tätigkeit:
deutscher Dramatiker und Lyriker
Epoche:
Realismus
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Emotion:
Keine Emotion