Oftmals aber kommt es zu Ungerechtigkeiten durch eine gewisse Rechtsverdrehung und eine zwar sehr kundige, aber böswillige Auslegung des Rechts.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Ciceros Zitat beleuchtet die Gefahren, die von der Manipulation des Rechts ausgehen können.

Er zeigt auf, dass es nicht immer die Abwesenheit von Gesetzen ist, die Ungerechtigkeit erzeugt, sondern oft deren absichtliche Verdrehung und böswillige Interpretation.

Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Wissen und Boshaftigkeit. Kundigkeit im Recht, die eigentlich dem Schutz und der Gerechtigkeit dienen sollte, kann zu einem Werkzeug der Unterdrückung und Täuschung werden, wenn sie mit unlauteren Absichten eingesetzt wird.

Das Zitat regt dazu an, über die ethische Verantwortung von Rechtsanwendern und Entscheidungsträgern nachzudenken. Es mahnt, dass Rechtskenntnis ohne moralische Integrität zu Missbrauch führen kann.

Gleichzeitig fordert es auch die Gesellschaft auf, wachsam gegenüber solchen Praktiken zu sein und sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, die unter dem Deckmantel des Rechts geschehen.

Ciceros Worte sind eine zeitlose Erinnerung daran, dass das Recht nicht nur ein technisches Instrument, sondern auch ein moralisches Fundament sein sollte, das dem Gemeinwohl dient.

Zitat Kontext

Cicero, einer der bedeutendsten Redner und Rechtsphilosophen des antiken Rom, war ein Verfechter der Rechtsstaatlichkeit und der Gerechtigkeit.

Dieses Zitat stammt aus einer Zeit, in der Rom von politischen Intrigen und Korruption geprägt war. Cicero erkannte, dass Gesetze und Rechtsinstitutionen oft missbraucht wurden, um Macht zu sichern oder persönliche Interessen durchzusetzen.

Im historischen Kontext verweist das Zitat auf die Notwendigkeit, das Recht mit moralischen Prinzipien zu verbinden, um es vor Missbrauch zu schützen. Cicero glaubte, dass das Recht ohne Ethik seinen eigentlichen Zweck verliert.

Philosophisch steht das Zitat in der Tradition des Naturrechts, das universelle Prinzipien der Gerechtigkeit über die bloße Anwendung von Gesetzen stellt.

Auch in der heutigen Zeit bleibt Ciceros Warnung relevant. Sie erinnert daran, wie wichtig es ist, Rechtsinstitutionen und -praktiken kritisch zu hinterfragen, um sicherzustellen, dass sie nicht zum Instrument der Ungerechtigkeit werden.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion