Nur im Akt des Stillens verwirklicht die Frau ihre Mutterschaft auf sichtbare und greifbare Weise; es ist eine Freude für jeden Augenblick.
- Honoré de Balzac

Klugwort Reflexion zum Zitat
Honoré de Balzacs Aussage rückt die tiefgehende Bedeutung des Stillens in den Fokus, nicht nur als biologischen, sondern auch als emotionalen und symbolischen Akt.
Das Stillen wird hier als ein Moment beschrieben, in dem Mutterschaft greifbar und unmittelbar erfahrbar wird. Es ist eine intime Verbindung zwischen Mutter und Kind, die über Worte hinausgeht und eine Form der nonverbalen Kommunikation darstellt. Balzacs Betonung der sichtbaren und greifbaren Aspekte verweist darauf, dass Mutterschaft oft eine abstrakte Rolle bleibt, bis sie durch solche konkreten Handlungen realisiert wird.
Diese Reflexion wirft Fragen auf: Wie wird Mutterschaft in einer modernen Welt definiert, in der viele Frauen nicht stillen können oder wollen? Es erinnert uns daran, dass jede Mutter ihre Mutterschaft auf ihre Weise verwirklicht, sei es durch das Stillen oder andere Formen von Nähe und Fürsorge. Balzacs Perspektive ist in ihrer Zeit verwurzelt, kann aber auch als Einladung verstanden werden, den Wert von Fürsorge in allen Formen zu würdigen.
Seine Worte mahnen uns, die kleinen, alltäglichen Momente der Freude und Verbundenheit im Leben zu schätzen, die durch physische Nähe und Hingabe entstehen.
Zitat Kontext
Honoré de Balzac war ein französischer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, bekannt für seine realistische Darstellung menschlicher Beziehungen und sozialer Dynamiken in der ‚Menschlichen Komödie‘.
Das Zitat entstammt einem Kontext, in dem Familie und Mutterschaft idealisiert wurden, insbesondere in einer patriarchalen Gesellschaft, die klare Rollenbilder für Frauen und Männer propagierte. Balzacs Schriften reflektieren diese Werte, aber auch die Herausforderungen und Widersprüche, die mit solchen Idealen einhergehen.
In seiner Zeit galt das Stillen als ein wesentlicher Aspekt der Mutterschaft, wobei Frauen oft unter Druck standen, diese Rolle zu erfüllen. Balzac schildert das Stillen hier als eine erfüllende und freudige Erfahrung, was möglicherweise auch als Gegengewicht zur damals oft idealisierten und romantisierten Sicht auf Mutterschaft gesehen werden kann.
Heutzutage ist das Stillen ein Thema, das weiterhin kontrovers diskutiert wird, sei es im Hinblick auf Gesundheit, persönliche Entscheidung oder gesellschaftliche Erwartungen. Balzacs Worte laden uns ein, den Moment der Verbindung und die Bedeutung von Fürsorge zu schätzen, unabhängig von den individuellen Umständen der Mutterschaft.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Honoré de Balzac
- Tätigkeit:
- franz. Schriftsteller
- Epoche:
- Realismus
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- Emotion:
- Keine Emotion