Niemand wusste, wer zu dieser rücksichtslosen Gesellschaft gehörte. Die Namen der Teilnehmer an den Blut- und Gewalttaten, die im Namen der Religion begangen wurden, wurden strengstens geheim gehalten.
- Arthur Conan Doyle

Klugwort Reflexion zum Zitat
Arthur Conan Doyle beschreibt in diesem Zitat eine dunkle Wahrheit der Geschichte: Gewalt, die im Namen der Religion verübt wird, geschieht oft im Verborgenen, von anonymen Akteuren, die sich hinter Glauben und Ideologie verstecken.
Das Zitat wirft grundlegende Fragen über Moral und Macht auf. Religion, die eigentlich für Frieden und spirituelle Erleuchtung stehen sollte, wurde und wird immer wieder für politische oder ideologische Zwecke missbraucht. Die Tatsache, dass solche Akte häufig im Geheimen geschehen, zeigt, dass selbst ihre Urheber wissen, dass ihr Handeln moralisch fragwürdig ist.
Es fordert uns auf, kritisch mit Dogmen und Institutionen umzugehen, die sich über moralische Prinzipien hinwegsetzen. Wann wird Glaube zur Rechtfertigung für Unrecht? Und warum verstecken sich Täter hinter Strukturen, anstatt offen für ihre Überzeugungen einzustehen?
Letztendlich erinnert uns Doyle daran, dass wahre Religiosität nicht in geheimen Machenschaften oder Gewalt liegt, sondern in Transparenz, Mitgefühl und moralischer Integrität.
Zitat Kontext
Arthur Conan Doyle (1859–1930) war nicht nur Schriftsteller, sondern auch ein kritischer Beobachter der Gesellschaft. Seine Sherlock-Holmes-Romane enthalten oft Reflexionen über Gerechtigkeit, Machtstrukturen und menschliche Abgründe.
Das Zitat könnte sich auf die zahlreichen historischen Episoden beziehen, in denen Religion als Vorwand für Gewalt genutzt wurde – von den Kreuzzügen bis hin zu modernen Extremismen. Doyle thematisiert in einigen seiner Werke Geheimgesellschaften, Verschwörungen und die verborgene Korruption hinter vermeintlich ehrenhaften Institutionen.
Auch heute bleibt das Thema aktuell. In vielen Teilen der Welt wird Religion weiterhin instrumentalisiert, um politische, soziale oder ideologische Ziele durchzusetzen. Doyles Zitat erinnert daran, dass moralische Werte nicht durch Geheimhaltung und Gewalt erzwungen werden können – echte Überzeugung braucht keinen Schatten, um zu bestehen.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Arthur Conan Doyle
- Tätigkeit:
- brit. Schriftsteller
- Epoche:
- Moderne
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- Emotion:
- Keine Emotion