Mein Leben geht zu Ende; doch ich spüre auch, wie mein irdisches Leben übergeht in ein neues, unendliches, unbekanntes, zukünftiges Leben, dessen Vorgefühl meine Seele vor Entzücken erzittern läßt, meinen Geist erleuchtet, mein Herz vor Freude weinen macht.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Klugwort Reflexion zum Zitat
Dostojewskis Zitat reflektiert eine tief empfundene Spiritualität und Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Er beschreibt das Ende des irdischen Lebens nicht als Schluss, sondern als Übergang in eine unendliche, mysteriöse und hoffnungsvolle Existenz. Dieser Gedanke, dass der Tod ein neues Kapitel eröffnet, ist geprägt von einem Gefühl der Ehrfurcht und Freude. Dostojewski vermittelt, dass das Unbekannte nicht gefürchtet werden muss, sondern als Quelle von Erleuchtung und Trost dienen kann.
Das Zitat lädt dazu ein, über die eigenen Vorstellungen von Leben und Tod nachzudenken. Es stellt die Frage, ob das Leben mit dem Tod endet oder ob es eine fortwährende Reise ist. Für Dostojewski ist diese Überzeugung eine Quelle inneren Friedens und spirituellen Entzückens. Seine Worte ermutigen dazu, den Tod nicht als Verlust zu sehen, sondern als Übergang zu etwas Größerem und Unfassbarem.
Dostojewskis Botschaft inspiriert, über die Grenzen des irdischen Daseins hinauszublicken und das Leben mit einer Haltung der Dankbarkeit und Hoffnung zu betrachten. Es ist ein Aufruf, sich mit dem Unbekannten auszusöhnen und die Möglichkeit eines größeren, tieferen Sinns im Leben zu erkennen.
Zitat Kontext
Fjodor Michailowitsch Dostojewski, ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, war bekannt für seine tiefen Auseinandersetzungen mit existenziellen, religiösen und philosophischen Fragen. Dieses Zitat könnte aus einem seiner späteren Werke stammen, in denen er die Themen Sterblichkeit und Spiritualität häufig behandelte.
Im Russland des 19. Jahrhunderts, einer Zeit des sozialen und religiösen Umbruchs, suchte Dostojewski nach einem universellen Sinn, der über die rein materiellen Belange hinausging. Seine Überzeugung, dass der Tod nicht das Ende, sondern ein Übergang in eine höhere Existenz ist, spiegelt seine christlich-orthodoxe Weltanschauung wider.
Auch heute hat dieses Zitat Relevanz, da es eine hoffnungsvolle Perspektive auf den Tod und die Endlichkeit bietet. Es ermutigt uns, das Leben nicht nur im Hier und Jetzt zu sehen, sondern als Teil einer größeren spirituellen Reise zu betrachten. Dostojewskis Worte sind eine Einladung, das Leben mit Ehrfurcht und Offenheit für das Unbekannte zu leben und den Übergang in eine unendliche Existenz als Quelle von Trost und Freude zu akzeptieren.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
- Tätigkeit:
- russischer Schriftsteller
- Epoche:
- Realismus
- Mehr?
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- Emotion:
- Keine Emotion