Man muß den Menschen einen gewissen Respekt entgegenbringen. Das gilt für die Besten genau so wie für alle andern. Denn sich nicht darum kümmern, was die andern über einen denken, ist nicht nur ein Zeichen von Überheblichkeit, sondern auch von völligem Mangel an Kontaktfähigkeit.

- Cicero

Cicero

Klugwort Reflexion zum Zitat

Cicero hebt in diesem Zitat die Bedeutung von Respekt und sozialem Bewusstsein hervor. Er betont, dass Respekt gegenüber anderen Menschen eine Grundlage für harmonisches Zusammenleben und soziale Interaktion ist. Dieser Respekt sollte unabhängig von der Stellung oder den Eigenschaften der Menschen gewährt werden – sowohl den Besten als auch den Durchschnittlichen.

Darüber hinaus kritisiert Cicero diejenigen, die völlig gleichgültig gegenüber der Meinung anderer sind. Er sieht in dieser Haltung nicht nur Arroganz, sondern auch einen Mangel an sozialer Kompetenz und Empathie. Die Fähigkeit, auf andere einzugehen und deren Perspektive zu berücksichtigen, ist für ihn ein Zeichen von menschlicher Reife und Gemeinschaftsfähigkeit.

Dieses Zitat lädt dazu ein, die Balance zwischen Individualität und sozialer Verantwortung zu reflektieren. Es erinnert daran, dass soziale Beziehungen und die Meinung anderer einen Einfluss auf unser Leben haben, den wir nicht ignorieren können, ohne unsere Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Verbindung mit anderen zu gefährden. Ciceros Worte mahnen, dass Respekt nicht nur eine Frage des Anstands, sondern auch der praktischen Notwendigkeit für das Leben in Gemeinschaft ist.

Zitat Kontext

Marcus Tullius Cicero, ein römischer Staatsmann und Philosoph, lebte in einer Zeit, in der gesellschaftliche und politische Beziehungen von zentraler Bedeutung waren. Dieses Zitat spiegelt seine Überzeugung wider, dass soziale Kompetenz und Respekt unverzichtbare Elemente für das Funktionieren einer Gesellschaft sind.

Im historischen Kontext des antiken Roms, wo Machtkämpfe und persönliche Eitelkeiten häufig den politischen Alltag prägten, betonte Cicero die Bedeutung von Mäßigung und gegenseitigem Respekt. Seine Philosophie zielte darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen persönlichem Ehrgeiz und gesellschaftlichem Wohl zu schaffen.

Heute ist Ciceros Einsicht besonders relevant, da soziale Netzwerke und moderne Kommunikationsmittel die öffentliche Meinung und zwischenmenschliche Beziehungen stark beeinflussen. Seine Worte erinnern daran, dass die Rücksichtnahme auf die Meinung anderer nicht als Schwäche, sondern als Stärke und als Grundpfeiler für respektvolle und funktionierende Beziehungen gesehen werden sollte. Es ist ein Aufruf, sich selbstbewusst, aber nicht überheblich in soziale Gefüge einzubringen.

Daten zum Zitat

Autor:
Cicero
Tätigkeit:
römischer Staatsmann, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph
Epoche:
Klassische Antike
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Emotion:
Keine Emotion