Kinder sind hervorragende Beobachter und erkennen oft die kleinsten Fehler. Generell gilt: Wer Kinder erzieht, vergibt nichts an ihnen, aber alles an sich selbst.

- François Fénelon

François Fénelon

Klugwort Reflexion zum Zitat

François Fénelon hebt in diesem Zitat die Sensibilität und Beobachtungsgabe von Kindern hervor. Kinder erkennen oft die kleinsten Fehler in ihrem Umfeld und spiegeln unbewusst das Verhalten der Erwachsenen wider. Dies zeigt, dass Erziehung weniger eine direkte Einflussnahme auf das Kind ist, sondern vielmehr eine Aufforderung zur Selbstreflexion und persönlichen Weiterentwicklung der Eltern und Erziehenden.

Diese Reflexion fordert dazu auf, sich bewusst zu machen, dass Kinder durch das Vorbild lernen. Daher liegt die Verantwortung bei den Erwachsenen, authentisch und reflektiert zu handeln. Der Erziehende verändert sich durch die Auseinandersetzung mit dem Kind, indem er Geduld, Empathie und Verantwortung entwickelt.

Gerade in einer Zeit, in der Erziehung immer komplexer wird, bleibt diese Botschaft aktuell. Sie ermutigt dazu, Erziehung als einen Prozess der Selbstverbesserung zu betrachten und nicht nur als eine Aufgabe gegenüber dem Kind.

Das Zitat inspiriert dazu, Kinder als Spiegel der eigenen Werte und Handlungen zu verstehen und dadurch selbst zu wachsen.

Zitat Kontext

François Fénelon (1651–1715) war ein französischer Theologe, Schriftsteller und Erzieher. Er legte großen Wert auf eine einfühlsame und reflektierte Erziehung, die auf Vorbildfunktion und innerer Reife basiert.

Dieses Zitat spiegelt Fénelons tiefes Verständnis für die Bedeutung von Erziehung als einen beidseitigen Entwicklungsprozess wider.

Seine Gedanken bleiben relevant, da sie zur Reflexion über die Rolle der Erwachsenen in der Erziehung und deren persönliche Verantwortung anregen.

Daten zum Zitat

Autor:
François Fénelon
Tätigkeit:
französischer Geistlicher, Schriftsteller und Pädagoge
Epoche:
Aufklärung
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Emotion:
Keine Emotion