Jeder hat schon einmal bemerkt, wie schwer es ist, unsere Gedanken auf Gott zu richten, wenn alles gut läuft... Solange das, was wir "unser eigenes Leben" nennen, angenehm bleibt, werden wir es Ihm nicht überlassen. Was kann Gott also in unserem Interesse anderes tun, als das "eigene Leben" für uns weniger angenehm zu machen und uns die plausiblen Quellen des falschen Glücks zu nehmen?

- Clive Staples Lewis

Clive Staples Lewis

Klugwort Reflexion zum Zitat

In diesem Zitat von C.S. Lewis wird eine tiefgründige Reflexion über den menschlichen Zustand und die Beziehung zu Gott angestoßen. Lewis spricht davon, wie wir oft nur dann auf Gott ausgerichtet sind, wenn unser Leben herausfordernd wird, da wir in Zeiten des Wohlstands und des persönlichen Glücks dazu tendieren, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Das Zitat deutet darauf hin, dass der Mensch, solange er in seinem 'eigenen Leben' glücklich und zufrieden ist, wenig Bedarf hat, sich nach Gott zu sehnen oder ihm zu vertrauen. In diesem Zusammenhang stellt Lewis die provokante Frage, ob Gott nicht gezwungenermaßen in das Leben eingreift, um uns von den Quellen des falschen Glücks zu befreien – sei es durch Entbehrungen oder Prüfungen, die uns auf die wahre Bedeutung des Lebens hinweisen sollen. Lewis legt nahe, dass der Mensch oft erst dann auf die tiefere Wahrheit und Verbindung zu Gott zugreifen kann, wenn er von den oberflächlichen und vergänglichen Freuden des Lebens befreit wird. Dieses Zitat regt dazu an, darüber nachzudenken, inwiefern wir uns von materiellen oder weltlichen Quellen des Glücks ablenken lassen und welche Rolle spirituelle Prüfungen dabei spielen können, uns näher zu einem authentischen, göttlichen Leben zu führen.

Daten zum Zitat

Autor:
Clive Staples Lewis
Tätigkeit:
brit. Schriftsteller und Theologe
Epoche:
Nachkriegszeit
Emotion:
Keine Emotion