Ja, man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden.
- Heinrich Heine

Klugwort Reflexion zum Zitat
Das Zitat deutet darauf hin, dass Vergebung notwendig ist, aber erst, nachdem der Feind gegangen ist. Dies impliziert, dass Vergebung nur gewährt werden kann, wenn keine Gefahr mehr besteht oder Schaden zugefügt werden könnte. Die Verwendung des Wortes „weg“ impliziert Endgültigkeit, als würde der Feind nie wiederkehren. Das Zitat deutet auch darauf hin, dass Vergebung möglicherweise erst möglich ist, wenn der Feind wirklich aus dem Leben eines Menschen verschwunden ist. Dies kann ein Gefühl des Abschlusses und der Befreiung von der emotionalen Last des Festhaltens an Wut und Groll erzeugen. Das Zitat kann jedoch auch als eine Form der Vermeidung interpretiert werden, da es impliziert, dass Vergebung erst gewährt werden kann, wenn der Feind vollständig eliminiert wurde, anstatt den Schmerz und die Ungerechtigkeit, die möglicherweise noch bestehen, anzuerkennen und sich ihnen zu stellen. Letztendlich hängt die emotionale Wirkung des Zitats von den persönlichen Überzeugungen und Erfahrungen des Einzelnen ab und davon, ob er Vergebung als Mittel zur Heilung oder als Möglichkeit zur Flucht aus der Vergangenheit betrachtet.
Daten zum Zitat
- Autor:
- Heinrich Heine
- Tätigkeit:
- deutscher Dichter, Schriftsteller, Journalist
- Epoche:
- Romantik
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- Emotion:
- Zustimmung